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| Witali Klischko strebt eine neue Karriere an (Foto: korrespondent.net) | |
Freitag, 20.01.2006
Klitschko will Bürgermeister in Kiew werden
Moskau. Der ehemalige ukrainische Profi-Boxweltmeister Witali Klitschko will in die Politik gehen. Im März will er sich von den Kiewern zum Bürgermeister wählen lassen. Umfragen zu Folge hat er gute Chancen.
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Im November hatte Klitschko seine Box-Karriere an den Nagel hängen müssen. Er habe sich in letzter Zeit mehr mit seinen Verletzungen als mit seinen Gegner herumschlagen müssen, begründete der 34jährige WBC-Weltmeister damals seine Entscheidung.
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Schon als Sportler politikbegeistert
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Schon in seiner aktiven Zeit hatte er sich für Politik begeistert. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Wladimir Klitschko unterstützte er den damaligen Oppositionsführer Viktor Juschtschenko. Die Brüder Klitschko wurden zu einem Aushängeschild der „Orangen-Revolution“.
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Während inzwischen bei vielen Ukrainern Ernüchterung über die Entwicklung im Land eingekehrt, hat Witali Klitschko seinen Enthusiasmus noch nicht verloren. Er wolle Bürgermeister von Kiew werden, weil er seine Heimatstadt liebe, teilte er auf einer Pressekonferenz mit. Er wolle das Leben der Kiewer verbessern.
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Im Ring: Orange gegen Orange
In den Polit-Ring steigt Klitschko für die orangene Jugendbewegung „Pora“ („Es ist Zeit“ ). Nach ersten Meinungsumfragen hat er gute Chancen auf das Amt des Bürgermeisters. Immerhin 25 Prozent der Befragten sind demnach bereit, für den Jungpolitiker zu stimmen. Damit liegt er nur einen Prozentpunkt hinter dem Amtsinhaber Alexander Omoltschenko - der ebenfalls ein Anhänger der Orangen-Revolution ist.
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Allerdings, die Orangen-Bewegung ist inzwischen heillos zerstritten und gespalten. Orangen-Symbol Julia Timoschenko ist in der Opposition zu Präsident Viktor Juschtschenko.
Lob und Kritik für seinen Kontrahenten
Auch Kandidat Klitschko und Amtsinhaber Omeltschenko verbindet pikanterweise eine langjährige Freundschaft. Diese werde keineswegs an seiner Kandidatur zerbrechen, verspricht Klitschko. Er lobte Omeltschenko als „sehr klugen Politiker und Menschen, der kolossale Erfahrung bei der Leitung der Kiewer Geschäfte hat.“
Doch Klitschko zählte auch die ungelösten Probleme der ukrainischen Hauptstadt auf. „Die Kiewer fühlen, dass ihre Stadt in der Entwicklung stehen geblieben ist, dass sich ungelöste Probleme aufstauen.“ Das größte Problem sei die Korruption, meint Klitschko.
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Der Neuling verspricht Ordnung, Sauberkeit, pünktliche Busse, bessere und vor allem preisgünstigere Wohnungen. Das sind schlagkräftige Argumente im Kampf um die Macht in Kiew. Aber um die war Klitschko ja noch nie verlegen.
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(ab/.rufo)
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