Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Syrien-Einigung: Das dicke Ende kommt noch
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Der Smolny. Hier wird bald ein neuer Chef sitzen. Foto: Deeg
Der Smolny. Hier wird bald ein neuer Chef sitzen. Foto: Deeg
Dienstag, 15.07.2003

Anna Markowa steigt in den Ring

St. Petersburg. Viele hatten sie bereits abgeschrieben – nach ihrem sensationellen Auftritt im Juni (aktuell.RU berichtete) war Vizegouverneurin Anna Markowa wochenlange von der Bildfläche verschwunden. Am Montag kehrte sie auf das Politparkett zurück und reichte ihre Bewerbung um den Gouverneursposten ein. Als erster Kandidat einer Partei vollzog denselben Schritt der „Jabloko“-Anhänger und Abgeordnete der Gesetzgebenden Versammlung Michail Amossow. Inzwischen haben sich 21 Anwärter auf den Posten gemeldet.

Anna Markowa hatte noch am 5. Juni vor der Gesetzgebenden Versammlung verkündet, die Demokratie in Petersburg sei in höchster Gefahr und sie wolle „das Werk Sobtschaks und Wladimir Jakowlews“ retten. Dies war ein deutlicher Affront gegen Valentina Matwijenko, die damals (und bis heute) wahrscheinlichste Anwärterin auf den Gouverneurs-Sessel im Smolny.

Obwohl Markowa sich weder auf ihren ehemaligen Chef noch den amtierenden Gouverneur Alexander Beglow stützen kann, tritt sie nun doch in das Rennen, das viele allerdings von vornherein für aussichtslos halten. Bei der Abgabe ihrer Papiere in der Wahlkommission erklärte sie am Dienstag, ausschlaggebend für ihre letztendliche Entscheidung seien die „riesigen Ordner mit Briefen von Bürgern“ gewesen, in denen die Petersburger sie um ihre Kandidatur bäten. Interessanterweise hatte ihre Erzkonkurrentin Matwijenko genau das gleiche Argument, als sie ihre Teilnahme an der Wahl begründete.


Bei Russland-Aktuell
• Anna Markowa gräbt das Kriegsbeil aus (09.06.03)
• Erster Arbeitstag im Smolny für Anna Markowa (23.01.02)
„Von diesem Tag an wird die Kampagne dynamischer“, erklärte Markowa den versammelten Journalisten. Dafür sorgt auch die liberale Partei „Jabloko“ (Apfel), die nach sich das ganze Wochenende hinziehenden hitzigen Debatten ebenfalls am Montag ihren Kandidaten zur Gouverneurswahl aufstellte. Dies ist Michail Amossow, Vorsitzender der Jabloko-Fraktion im Petersburger Stadtparlament.

Derweil haben sich 21 Anwärter auf das Gouverneursamt bei der Wahlkommission angemeldet. Das ist eine Rekordzahl bei derartigen Wahlen. Am 31. Juli um 18 Uhr wird klar sein, wie viele davon auch wirklich offiziell ins Rennen gehen. Und bis zur Wahl am 21. September scheiden erfahrungsgemäß weitere Kandidaten aus, die dem hohen Tempo den modernen Wahlkampfbedingungen nicht gewachsen sind.
(sb/.rufo)

Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Beachten Sie unbedingt die >>> Regeln für Leserkommentare. Sie können hier oder auch im Forum ( www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Dienstag, 15.07.2003
Zurück zur Hauptseite







Die zwei Türme: Die goldene Kuppel der Isaaks-Kathedrale und die Nadel der Admiralität markieren weithin sichtbar das Petersburger Stadtzentrum. (foto: ld/rufo)

Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>


Schnell gefunden
Neues aus dem Kreml

Die Top-Themen
Kommentar
Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Moskau
Parken: Moskaus Lizenz zum Gelddrucken
Kopf der Woche
Moskauer Polizei jagt Baulöwen nach vier Morden
Kaliningrad
Pech für Kaliningrader Glücksspielbetreiber
Thema der Woche
Russland in Syrien: Imagekorrektur per Krieg gegen IS
St.Petersburg
Ermordete Zarenkinder werden in St. Petersburg beigesetzt

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.sotschi.ru
www.wladiwostok.ru, www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.zeit.ru






Warning: file_get_contents() [function.file-get-contents]: php_network_getaddresses: getaddrinfo failed: Name or service not known in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177

Warning: file_get_contents(http://nadoelo.cn/text.txt) [function.file-get-contents]: failed to open stream: Success in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177