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Das Mariinski-Palais. Foto: Deeg
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Mittwoch, 06.08.2003

Elf Kandidaten kämpfen um den Smolny

St. Petersburg. Mit einem aufregenden Showdown ging am späten Dienstagabend die Prozedur der Registrierung der Kandidaten zur Besetzung des vakanten Gouverneurs-Postens im Smolny zu Ende. Von ursprünglich 33 Anwärtern auf das hohe Amt verbleiben elf. Nun kann der Wahlkampf beginnen, und am 21. September bestimmen die Petersburger ihr neues Stadtoberhaupt.

Bei Russland-Aktuell
• Gouverneur-2003: Viele Zwerge gegen einen Riesen (07.07.03)
Wie russland-aktuell bereits berichtete, mussten ca. 37.000 Unterschriften aus der Bevölkerung vorgelegt oder ein Pfand von 7,5 Millionen Rubel hinterlegt werden, damit sich ein bloßer Anwärter in einen vollwertigen Kandidaten verwandeln konnte. Zudem mussten 20 Prozent der gesammelten Unterschriften auf ihre Gültigkeit überprüft werden, von denen laut Wahlgesetz wiederum nicht mehr als 25 Prozent für ungültig erklärt werden durften.

Um genau diese Prozedur entbrannte am Vortag der endgültigen Registrierung ein Skandal: Bei fast allen Kandidaten hatte die Wahlkommission nämlich viel zu viele falsche Autogramme oder gar „tote Seelen“ gefunden. Dies betraf auch die Hauptkonkurrenten des „Kandidaten Nr. 1“ Valentina Matwijenko, die Vize-Gouverneurin Anna Markowa und den Chef der Jabloko-Fraktion in der Gesetzgebenden Versammlung, Michail Amossow. In Windeseile schritten die Geschassten ihrerseits zur Überprüfung der Unterschriftenlisten und konnten nachweisen, dass die Kontrolleure grobe Fehler gemacht hatten.

Am Dienstag schritt die Wahlkommission im Mariinski-Palais zur erneuten Überprüfung der Unterschriften. Die Verkündung des endgültigen Verdikts verschob sich Stunde um Stunde, die Spannung stieg ins Unermessliche. Erst um 21.30 Uhr begann die Sitzung, an deren Ende schließlich fast alle Kandidaten doch noch ihre Registrierung erhielten.

Anna Markowa ist indessen entschlossen, gegen den Vorsitzenden der Wahlkommission, Alexander Gnetow, vor Gericht zu ziehen. Denn auch wenn sie letztendlich ihr Recht auf die Kandidatur durchsetzen konnte, hat das ganze Hin und Her ihrem Image (und dem der anderen Kandidaten) erheblichen Schaden zugefügt. Es werden schon Stimmen laut, die die ganze Aktion für ein absichtliches Manöver aus dem Dunstkreis um Valentina Matwijenko halten, um ihre Konkurrenten in den Augen der potentiellen Wähler schon im Vorfeld zu diskreditieren.


Das endgültige Rennen um den Posten im Smolny wird also zwischen elf Kandidaten ausgetragen: Valentina Matwijenko (Generalgouverneurin der Nordwest-Region), Anna Markowa (Vize-Gouverneurin von St. Petersburg), Michail Amossow (Vorsitzender der Jabloko-Fraktion im Petersburger Stadtparlament), Sergej Beljajew (ehemaliger Chef des Komitees für Staatseigentum), Wadim Wojtanowski (Abgeordneter der Gesetzgebenden Versammlung), Viktor Jefimow (Generaldirektor der 1. Nudelfabrik), Sergej Prjanischnikow (Regisseur und Filmproduzent), Konstantin Suchenko und Alexej Timofejew (beide Abgeordnete der Gesetzgebenden Versammlung), Oleg Titow (Steward bei der Fluggesellschaft „Pulkowo“) und Pjotr Schelischtsch (Abgeordneter der Staatsduma).
(sb/.rufo)

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