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| Wird Ren TV bald von RTL geschluckt (Logo: Ren TV) | |
Freitag, 22.04.2005
Bertelsmann will angeblich Ren TV kaufen
Moskau. Bertelsmann plant Presseberichten zufolge angeblich den Einstieg bei dem privaten russischen Fernsehsender „Ren TV“. Der Sender soll offenbar bereits im Mai den Besitzer wechseln.
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Gemeinsam mit der regierungsnahen russischen Bank Jewrofinans-Mosnarbank will die Bertelsmann-Tochter RTL Group offenbar ein siebzigprozentiges Aktienpaket an dem landesweit zu empfangenen Sender aufkaufen. Dies berichteten unabhängig voneinander zwei Moskauer Zeitungen.
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„Ren TV“ gilt als einer der letzten einflussreichen Fersehsender Russlands mit einer unabhängigen Nachrichtenpolitik. Nach der Übernahme des Privatsenders NTW durch den Gaskonzern Gasprom und dem Ruin der Kreml-kritischen Nachfolgekanäle TV-6 und TWS hatten einige Journalisten dieser Sender ihre Karriere bei Ren TV fortgesetzt.
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Derzeit gehören 70 Prozent der Aktien an dem Kanal dem russischen Strommonopolisten RAO EES, die restlichen 30 Prozent den beiden Gründern und Top-Managern des Senders Irena Lesnewskaja und ihrem Sohn Dmitri Lesnewski. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ wollen sich beide Teilhaber sogar vollständig aus dem Sender zurückziehen. Der Verkauf werde bereits im Mai stattfinden, so das Blatt.
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Kein Kommentar von Beteiligten
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Die Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft PriceWaterhouseCoopers schätzte den Wert des 70-prozentigen Aktienpakets von RAO EES an dem Sender auf 40 bis 60 Millionen USD (31 bis 46 Millionen Euro). Vertreter des Stromkonzerns halten diesen Wert für deutlich zu niedrig.
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Lesnewskaja bestätigte gegenüber Moskauer Medien, dass Verhandlungen über den Verkauf des Senders laufen, wollte sich jedoch nicht zu Einzelheiten äußern. „Wir geben keinen Kommentar zu den Spekulationen der russischen Presse ab“, hieß es auf rufo-Anfrage bei der RTL Group in Luxemburg.
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Das Finanzunternehmen Jewrofinans-Mosnarbank, das von einem Konsorzium staatlicher Banken gegründet wurde, hat in den vergangenen Jahren Beteiligungen an einer Reihe russischer Medien erworben. Darunter sind Aktienpakete an den Sendern NTW und NTW-Plus, dem „5. Kanal“ in St. Petersburg und an der Wirtschaftsnachrichten-Agentur „Prime Tass“.
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(epd/kp)
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