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| Der georgische TV-Moderator Ramischwili ein Erpresser? Foto: Vesti | |
Dienstag, 30.08.2005
Prominenter georgischer TV-Journalist verhaftet
Moskau. In Georgien ist ein Fernseh-Journalist verhaftet worden, weil er einen Vertrauten von Staatschef Saakaschwili erpresst haben soll. Die Opposition spricht von einem Schlag gegen die Pressefreiheit.
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Schalwa Ramischwili, prominenter Talkshow-Moderator bei dem TV-Sender “202”, wurde festgenommen, als er ein Schmiergeld in Höhe von 30.000 Dollar entgegennahm, berichtete das russische Staatsfernsehen am Dienstag. Auch der Generaldirektor des oppositionellen Kanals, David Kochreidse, wurde festgenommen.
Die beiden sollen den Parlamentsabgeordneten Koba Bekauri um eine Summe von insgesamt 100.000 Dollar erpresst haben. Ramischwili soll das Geld als Gegenleistung dafür gefordert haben, dass ein kompromittierender TV-Beitrag über den Abgeordneten nicht gesendet werden würde.
Recherche statt Erpressung?
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Der Journalist rechtfertigte sein Vorgehen damit, er habe lediglich eine journalistische Recherche durchgeführt, um herauszufinden, wie viel Geld der Politiker zahlen würde, damit seine Korruptionsaffären nicht aufgedeckt würden. Diese Information hätte dann ebenfalls in Ramischwilis Sendung veröffentlicht werden sollen. Sollte Ramischwili wegen Erpressung verurteilt werden, drohen ihm bis zu 15 Jahren Haft.
Der TV-Sender “202” war bis zuletzt eines der wenigen georgischen Massenmedien, die sich offene Kritik an der Führung um Präsident Michail Saakaschwili erlaubten.
So hatte Schalwa Ramischwili in seiner Sendung einen Beitrag ausgestrahlt, in dem die offizielle Todesursache des im Februar verunglückten Premierministers Surab Schwania angezweifelt wurde. Die georgische Opposition warf den Behörden vor, mit den Verhaftungen kritische Stimmen unterdrücken zu wollen.
(epd/kp)
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