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| Verkehrschaos nach dem Stromausfall (Foto: Mironow/.rufo) | |
Mittwoch, 25.05.2005
Chaos in Moskau nach massenhaftem Stromausfall
Moskau (Aktualisiert 18:40). Ein totaler Stromausfall hat weite Teile Moskaus ins Chaos gestürzt. Metro-Züge blieben stecken, das Handy-Netz brach zusammen und selbst in Kliniken gingen die Lichter aus.
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Am Vormittag war ein Verteilerwerk im Südwesten der Hauptstadt nach einem Brand ausgefallen. Nach und nach brach anschließend die Stromversorgung in weiten Teilen Moskaus zusammen. In einigen Teilen der Hauptstadt gab es auch kein Leitungswasser mehr. Die Abgeordneten des russischen Oberhauses wurden von dem Totalausfall überrascht, während sie gerade den Grenzvertrag mit China diskutierten.
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Etwa 20.000 Passagiere blieben in den Tunneln der U-Bahn stecken. Mehrere Linien mussten geschlossen werden. Die Stadtverwaltung versprach, mit Bussen eine Notversorgung entlang der Metro-Trassen aufzunehmen. Allerdings brach auch auf den Straßen der Hauptstadt der Verkehr weitgehend zusammen, da vielerorts die Ampeln ausfielen. Am Kursker Bahnhof stauten sich die Vorortzüge, weil der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Moskau-Tula zum Erliegen kam.
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Keine Gefahr für Metro-Passagiere
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Die Moskauer Metro teilte mit, die Situation sei unter Kontrolle. Es bestehe keine Gefahr für die unter der Erde gefangenen Menschen, sagte eine Sprecherin dem Fernsehsender NTW. Das Katastrophenschutz-Ministerium kündigte den Einsatz von Notstromaggregate an. Bis zum Nachmittag hatten Rettungskräfte 1.500 Menschen aus steckengebliebenen Fahrstühlen befreit.
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Wegen des Stromausfalls waren auch viele russische Internetseiten am Mittwoch nicht mehr zu erreichen. Die Handy-Netze in Moskau fielen ebenfalls teilweise aus. In den betroffenen Stadtteilen wurden die Geschäfte geschlossen.
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Von dem technischen Supergau war vor allem die Südhälfte Moskaus betroffen. Aber auch im Süden des Moskauer Verwaltungsgebietes, in Teilen des Verwaltungsgebietes Kaluga und in Tula und fiel der Strom aus. In Tula war von dem Ausfall auch die zentrale Entbindungsklinik betroffen.
Putin macht Stromkonzern-Chef Tschubais verantwortlich
Russlands Präsident Wladimir Putin erhob am Nachmittag schwere Vorwürfe gegen den Chef des Stromkonzerns RAO EES Anatoli Tschubais. Die Führung des Strommonopolisten habe den schweren Stromausfall in Moskau verschuldet, da sie sich nicht um die nötigen Wartungsarbeiten an den veralteten Anlagen gekümmert habe, sagte der Kreml-Chef.
Tschubais entschuldigte sich inzwischen im russischen Staatsfernsehen bei den Betroffenen für die ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten. Aber zunächst blieb unklar, welche persönlichen Konsquenzen der Moskauer Blackout für den ehemaligen Chefprivatisierer haben wird. Die Staatsanwaltschaft leitete bereits ein Strafverfahren gegen die RAO EES-Führung ein.
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(kp/.rufo)
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