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| Ein beklemmendes Bild: Die Troizki-Kathedrale in Flammen (foto: newsru) | |
Freitag, 25.08.2006
Feuer zerstört Petersburger Troizki-Kathedrale
St. Petersburg. Dramatischer Großbrand an der Newa: Die Dreifaltigkeits-Kathedrale brannte am Freitag Abend lichterloh. Die Kuppel einer der größten Kirchen der Stadt ist eingestürzt, der Innenraum zerstört.
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„Gott hat St. Petersburg verlassen“, schreibt die lokale Internet-Zeitung fontanka.ru: Während auf dem Flughafen der Stadt eine Transportmaschine mit den ersten Opfern des Flugzeugabsturzes einer Petersburger Tupolew in der Ukraine erwartet wurde, brach in der Dreifaltigkeits-Kathedrale am Ismailowski Prospekt Feuer aus.
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Brandausbruch vermutlich bei Bauarbeiten
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Gegen 17.15 Uhr Ortszeit waren erste Flammen auf einem Baugerüst außen an der Hauptkuppel bemerkt worden. Offenbar war bei den gegenwärtig dort laufenden Restaurierungsarbeiten eine unverzeihliche Panne passiert.
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Der Brand breitete sich schnell aus und war von der Feuerwehr zunächst nicht einzudämmen: Die Flammen schlugen 40 bis 50 Meter hoch in den dunklen Himmel.
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Doch auch ein Wolkenbruch, der just während des Feuers über der Newa-Stadt niederging, konnte den Brand nicht löschen: Die Hauptkuppel der etwa 180 Jahre alten Kirche stürzte ein, der Brand breitete sich weiter aus. Alle oberen Etagen der Kathedrale stünden in Flammen, melden Nachrichtenagenturen gegen 18 Uhr.
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Ikonen gerettet, Innenraum verloren
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Alle Ikonen und sonstigen Wertgegenstände seien aus dem brennenden Gotteshaus in Sicherheit gebracht worden, teilte die russische Kulturbehörde mit.
Die als Troizki- (Dreifaltigkeits-) oder auch Ismailowski-Kathedrale bekannte Kirche war 1828 bis 1835 vom Architekten Stassow errichtet worden. Ihre fünf tiefblauen Kuppeln sind eine Dominante im Stadtbild des südwestlichen Bereichs der Petersburger Innenstadt. Im zweiten Weltkrieg war die Kathedrale stark zerstört worden und in den 50er und 60er Jahren wieder aufgebaut worden.
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Augenzeugen sagen, das Geschehen erscheine ihnen irreal, wie in einem Katastrophenfilm. Die Hitze der Flammen ist auch auf der anderen Straßenseite des Ismailowski-Prospektes zu spüren. Die Polizei hat die Straßen im weiteren Umkreis abgesperrt.
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Das Feuer ist in der Altstadt weithin zu sehen. Hunderte Passanten sind stehen geblieben und betrachten das apokalyptische Bild. Viele bekreuzigen sich.
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Etwa zwei Stunden nach Brandausbruch meldete die Feuerwehr, der Brand sei unter Kontrolle. Am Brandort sind 40 Feuerwehrwagen in Einsatz. Das Innere der Kirche, in der 3.000 Gläubige Platz fanden, sei leider nicht zu retten gewesen, hieß es.
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(ld/.rufo)
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