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| Scientology hofft auf neue Mitglieder in Beslan (Foto: NTW) | |
Mittwoch, 20.10.2004
Scientology-Offensive in Beslan
Moskau. Einen Monat nach dem blutigen Geiseldrama von Beslan haben die Aktivitäten der Scientology-Organisation in der nordossetischen Kleinstadt massiv zugenommen. So wird im ossetischen Regionalfernsehen wird ein Scientology-Werbespot ausgestrahlt, berichtete das Internetportal religio.ru. Die Terroropfer und ihre Angehörigen werden darin aufgefordert, sich an ein “Zentrum für psychologische Hilfe” der Organisation zu wenden.
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Parallel dazu gibt es dem Bericht zufolge auch eine Missionskampagne der “Zeugen Jehovas” in der Stadt. Vertreter der orthodoxen Kirche und der islamischen Gemeinde Ossetiens verurteilten die Versuche, das Unglück der Menschen von Ossetien für eigene Zwecke zu nutzen. Nach Ansicht der orthodoxen Kirche handelt es sich bei den “Zeugen Jehovas” und Scientology um “totalitäre Sekten”.
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Die Stadtverwaltung von Beslan will die Missionsarbeit unter den noch immer unter Schock stehenden Einwohnern inzwischen aktiv unterbinden. Auch die ossetischen Behörden planen inzwischen die Verabschiedung eines Gesetzes, um “nicht traditionellen Religionsgemeinschaften” die Arbeit auf dem Gebiet der Kaukasus-Teilrepublik unmöglich zu machen.
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Bei einer Massengeiselnahme in einer Schule von Beslan wurden Anfang September weit über 300 Menschen getötet. In der Stadt gibt es praktisch keine einzige Familie, die bei der Tragödie nicht Angehörige oder Freunde verloren hat.
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(epd/kp)
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