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| Moskau verraucht (Foto: Siegmund/rUFO) | |
Donnerstag, 05.09.2002
Smoglage verschärft sich weiter
Moskau. Am Donnerstag waren die Kohlenmonoxid-Grenzwerte in Moskau bereits um das Vierfache überschritten. Der Rauch hatte vor allem am Morgen die gesamte Stadt fest im Griff. Offizielle warnten vor Panikreaktionen und empfahlen gleichzeitig, Kinder nach Möglichkeit aus der Stadt zu evakuieren. Sie sagten allerdings nicht, wohin. Denn anders, als bei der ersten Rauchwelle des Sommers brennen nicht mehr nur die Torffelder im Osten des Moskauer Gebietes, sondern auch weite Waldflächen in Zentralrussland.
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Feuerwehr und Katastrophenschutz-Ministerium konnte die Ausbreitung der Flammen bislang nicht stoppen. Allein in den vergangenen 24 Stunden brachen 93 neue Brände aus. Am kritischsten war die Lage in den Kreisen Schatura und Dmitrow. Entlang der Eisenbahnlinien setzte die Feuerwehr spezielle Löschzüge ein.
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Am Vormittag betrug die Sichtweite in der verräucherten russischen Hauptstadt teilweise weniger als 100 Meter. Auf den Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo konnten zeitweise keine Maschinen mehr landen. Die Flugzeuge wurden von Wnukowo teilweise nach Nischnij Nowgorod oder Sankt Petersburg umgeleitet.
In Moskau gebe es wirklich sehr viel Rauch, erklärte am Vormittag der Katastrophenschutz-Beauftragte Alexander Jelissejew, aber „nichts wirklich Außergewöhnliches“. Die Einwohner der Hauptstadt wurden aufgerufen, ihre Fenster geschlossen zu halten. Schwangere und Kinder sollten möglichst nicht nach draußen gehen.
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| Moskauer Innenstadt (Foto: Siegmund/rUFO) |
Den Schülern der jüngeren Klassen soll nach einem Beschluss der Behörden freigestellt werden, ob sie am Unterricht teilnehmen oder nicht. Auch die Deutsche Schule in Moskau hat Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Besonders im Sportunterricht werde Rücksicht auf die Rauchsituation genommen, sagte Direktor Enno Gowers. In den Pausen würden alle Schüler im Gebäude bleiben. (rUFO/kp).
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