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| Die Aufräumtrupps in Tschernobyl arbeiteten unter ständiger Lebensgefahr, viele sind an der Folgen radioaktiver Verstrahlung gestorben (Foto: .rufo) | |
Dienstag, 22.02.2005
Tschernobyl-Liquidatoren in Tula im Hungerstreik
Moskau. Am morgigen Tag des Vaterlandsverteidigers planen an die an den Aufräumarbeiten in Tschernobyl beteiligten so genannten „Liquidatoren“ Russland-weite Protestaktionen gegen die umstrittene Sozialreform. In der Stadt Tula südlich von Moskau kämpfen unterdessen weiter 200 Liquidatoren mit einem Hungerstreik gegen die Abschaffung ihrer bisherigen sozialen Vergünstigungen.
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Fünfzehn Männer mussten den Hungerstreik aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, weil sich ihr Gesundheitszustand zuvor stark verschlechtert hatte. Außer gegen die so genannte „Umwandlung der Vergünstigungen in Geldzahlungen“ protestierten die einstigen Teilnehmer an den Tschernobyl-Aufräumtrupps auch dagegen, dass es keinen Inflationsausgleich bei ihren Renten gibt und sogar Gerichtsurteile von den Behörden nicht befolgt werden.
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Allein im Gebiet Tula leben etwa 2.500 Liquidatoren der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. 1.700 von ihnen sind inzwischen als Schwerbinderte anerkannt. Seit dem Inkrafttreten der Sozialreform haben sie kein Geld mehr, um dringend notwendige Medikamente und die stark gestiegenen Wohnnebenkosten zu bezahlen. In Tula schuldet der Staat den Betroffenen etwa eine Million Euro. Ende der vergangenen Woche war nach dem Beginn der Proteste aus Moskau ein Teil der ausstehenden Summe an die Sozialbehörden überwiesen worden, aber die Liquidatoren fordern eine vollständige Begleichung der ausstehenden Schulden.
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(am/kp/.rufo)
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