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| Chinas Staatschef Jintao ist in Moskau (Foto: 1.Kanal) | |
Donnerstag, 30.06.2005
Chinas Parteichef Hu auf Staatsbesuch in Moskau
Moskau. Chinas Partei- und Staatschef Hu Jintao ist heute zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Russland eingetroffen. Moskau und Peking wollen ihre politische und wirtschaftliche Kooperation deutlich ausbauen.
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Betrug das Handelsvolumen zwischen Russland und China im vergangenen Jahr 21,2 Mrd. USD (17,6 Mrd.Euro), so soll es schon bis zum Jahr 2010 auf einen Betrag zwischen 60 – 80 Mrd. USD (50 – 66 Mrd. Euro) anwachsen. Damit würde das Reich der Mitte zu Russlands wichtigstem Handelspartner aufsteigen.
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China braucht russisches Öl zum Expandieren
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Das rohstoffarme China ist vor allem an einer Zusammenarbeit im Energie- und Stromsektor interessiert. Besonderen Bedarf verspürt die expandierende Wirtschaft des Landes im Öl- und Gassektor. Bei der Visite von Hu Jintao soll aber auch eine stärkere finanzielle Kooperation zwischen beiden Ländern vereinbart werden. Auf der Agenda steht außerdem die Unterzeichnung einer politischen Deklaration.
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In Moskau will sich Hu nicht nur mit Russlands Präsident Wladimir Putin treffen. Auch mit Regierungschef Michail Fradkow und dem Duma-Vorsitzenden Boris Gryslow sind Gespräche vereinbart.
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China schaut nach Sibirien
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Danach fliegt Hu weiter nach Nowosibirsk, um dort mit den örtlichen Verwaltungsleitern der Region Sibirien zu verhandeln. Sibirien ist nicht nur die Nachbarregion Chinas, sondern auch Lagerstätte der bedeutendsten russischen Öl- und Gasvorkommen. Schon seit Jahren gibt es von chinesischer Seite Bestrebungen, eine Ölpipeline von Angarsk in die chinesische Metropole Dazin zu verlegen. China hat Russland bereits angeboten, den Bau der Trasse selbst zu finanzieren. In diesem Jahr liefern russische Ölfirmen größtenteils per Bahn etwa zehn Millionen Tonnen des schwarzen Goldes ins Nachbarland.
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Freilich versucht China, seine Abhängigkeit von russischen Rohstoffen zu verringern. So verhandelt Hu im Anschluss an seine Russland-Visite auch mit Kasachstans Staatschef Nasarbajew über einen Ausbau der Öllieferungen. Noch in Astana wird Hu Jintao dann am 5. Juli bei der Sitzung der “Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit” jedoch erneut auf Putin treffen. Neben Russland und China sind in der Organisation noch die GUS-Staaten Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan vertreten.
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(ab/.rufo)
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