Marina Zwetajewa. Poem vom Ende / Neujahrsbrief
Edition procura, Wien, 2003. Aus dem Russischen und mit einem Nachwort von Hendrik Jackson
ISBN 3-901118-50-0 / Reihe abrasch Nr. 4, Preis: 12,00 EUR
Marina Zwetajewa (1892 - 1941) ist neben Anna Achmatowa die bedeutendste russische Dichterin des 20. Jahrhunderts. Im "Poem vom Ende" (1924) verarbeitet sie ihre ganz "irdische", körperliche Liebe zu Konstantin Rodzewitsch. Im "Neujahrsbrief" (1927) dagegen lodert ihre leidenschaftliche platonische Liebe, die sie mit Rainer Maria Rilke verband. Zwetajewa webt meisterhaft selbst dramatische Seelenzustände in ein natürliches, leichtes Kleid. In ihren Poemen verbindet sie archaisches folkloristisches Wortmaterial mit der Umgangssprache ihrer Zeit, mythischen Überlieferungen und historischen Ereignissen. Immer wieder die Liebe, aber auch der Tod beziehungsweise Nicht-Tod, die Verbindung mit dem Unsichtbaren und dem Jenseits stehen im Mittelpunkt der Verse. Marina Zwetajewa nahm sich 1941 im tatarischen Elabuga, wohin man sie verbannt hatte, das Leben. (isla/.rufo)
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)