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Die Bahn braucht Geld, um ihre Projekte zu verwirklichen (Foto: RZD)
Die Bahn braucht Geld, um ihre Projekte zu verwirklichen (Foto: RZD)
Freitag, 31.10.2008

Bahn: Milliardenhilfe vom Staat für Olympiaprojekte

Moskau. Die Russische Eisenbahn AG bekommt eine milliardenschwere staatliche Finanzspritze. Das Geld diene dazu, die Infrastrukturprojekte für Olympia 2014 in Sotschi zu finanzieren, erklärte Bahnchef Wladimir Jakunin.

Die Finanzhilfe erfolgt auf zwei Wegen. Erstens erhöht der Staat das Stammkapital der Bahn um 41 Mrd. Rubel (knapp 1,2 Mrd. Euro) oder 2,6 Prozent. Zweitens gewährt die staatliche Entwicklungs- und Außenwirtschaftsbank VEB der Bahn einen Kredit in Höhe von 270 Mio. USD (200 Mio. Euro).

Kredit und Aktienausgabe


Der Kredit dient zur kurzfristigen Lösung der Finanzprobleme der RZD. Die 270 Mio. USD werden bis Jahresende zur Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Banken (insgesamt 360 Mio. USD) eingesetzt. Bis Ende 2009 müssen die Kredite an die VEB zurückgezahlt werden.

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• 100 Rubel für eine Bank: RZD kauft KIT Finanz (09.10.2008)
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Im kommenden Jahr kann die RZD dann für 41 Mrd. Rubel neue Aktien ausgeben. Das Paket werde vollständig vom Staat übernommen und bereits für die Haushaltsplanungen 2009 berücksichtigt.

Gewinnpläne nach unten korrigiert, neue Finanzierungsquellen nötig


Nachdem die Gewinnpläne der Bahn in den letzten Wochen deutlich nach unten korrigiert werden mussten, braucht die RZD neue Finanzierungsquellen für die Verwirklichung von Infrastrukturprojekten in Sotschi. In erster Linie gehe es dabei um den Bau einer Auto- und Eisenbahnstrecke von Adler nach Krasnaja Poljana, erklärte Aufsichtsratsmitglied Andrej Scharonow.

Scharonow schließt zudem eine Tariferhöhung der Bahn für den Gütertransport um ein Prozent nicht aus. Dadurch könnten noch einmal weiter 25 Mrd. Rubel (700 Mio. Euro) eingenommen werden.

Die RZD hofft zudem auf weitere staatliche Hilfen. Im nächsten Jahr wolle die Bahn 60 Mrd. Rubel (1,7 Mrd. Euro) durch die Platzierung von Infrastruktur-Obligationen einnehmen, verriet Bahnchef Wladimir Jakunin. Ob das Unternehmen hingegen die bereits in diesem Jahr geplanten 5-Jahres-Anleihen in Höhe von 30 Mrd. Rubel (knapp 900 Mio. Euro) platzieren kann, ist noch ungewiss.



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