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Tag der offenen Tür des VdW im Daimler-Chrysler-Haus Moskau (Foto: ab/.rufo)
Tag der offenen Tür des VdW im Daimler-Chrysler-Haus Moskau (Foto: ab/.rufo)
Dienstag, 28.10.2003

Keine Angst bei deutschen Unternehmern

Moskau. Der Verband der Deutschen Wirtschaft veranstaltete am Dienstag im Daimler-Chrysler-Haus einen Tag der offenen Tür. Natürlich war die Verhaftung des Ölmagnaten Michail Chodorkowski ein Thema bei den deutschen Unternehmern. Wer allerdings damit rechnete, dass diese auf gepackten Koffern säßen, um das Land möglichst schnell zu verlassen, sah sich getäuscht. Von Panik keine Spur. Der Tenor lautete fast einheitlich: Gut, dass jetzt für alle die gleichen Spielregeln gelten.

Rainer Hartmann, der Moskauer Repräsentanzleiter von Ruhrgas sah die Schuld bei Chodokowski selbst. „Wer keine Steuern bezahlt, wird dafür bestraft. Das ist in Deutschland ja auch nicht anders,“ sagte er. Das Einzige, was deutsche Unternehmen befürchten, sind Währungsschwankungen. Diese könnten sich negativ auf das Geschäft in Russland auswirken.

Den Verband beschäftigen zurzeit jedoch andere Fragen mehr als ein gefallener Oligarch. Beim Tag der offenen Tür konnten sich Unternehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen Ratschläge zur neuen Zollgesetzgebung, der Investitionsattraktivität einzelner Regionen oder zum Vertriebsrecht holen.

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Dr. Grigori Martschenko von der Ratingagentur Expert präsentierte eine neue Studie über Investitionschancen und –risiken in den russischen Regionen. Danach ist Jaroslawl die Region mit dem niedrigsten Investitionsrisiko, Moskau bietet jedoch nach wie vor die größten Möglichkeiten. Ein gutes Investitionsklima herrsche auch in den Regionen St. Petersburg, Chanty-Masisk, im Swerdlowsker Oblast und in Samara erklärte Martschenko. Die offiziellen Daten werden im November veröffentlicht.

(ab/.rufo)

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