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Verladearbeiten im Hafen von Batumi (Foto: photonews.ge)
Verladearbeiten im Hafen von Batumi (Foto: photonews.ge)
Mittwoch, 17.03.2004

Lange Hafenblockade Batumis schadet Georgien

Moskau/Tiflis. Eine längere Hafenblockade Batumis schade nicht nur der abtrünnigen Teilrepublik Adscharien, sondern auch der gesamten georgischen Wirtschaft, warnte der Wirtschaftsminister des Landes Irakli Rechwiaschwili. Georgien hatte am Montag zur Durchsetzung einer Wirtschaftsblockade gegen den aufsässigen Provinzfürsten Aslan Abaschidse den Hafen der adscharischen Hauptstadt Batumi abgeriegelt.

Auf dem Territorium Georgiens gibt es drei Häfen: Suchumi, Batumi und Poti. Der Hafen von Suchumi liegt jedoch auf dem Gebiet des nach einem langjährigen Bürgerkriegs quasi unabhängigen Abchasiens, so dass keine Güter von dort nach Tiflis transportiert werden.

Daher war der Hafen Batumi bislang der Haupthafen Georgiens. Über ihn wurden etwa elf Millionen Tonnen Güter abgewickelt. Hauptsächlich wird Öl (ca. sieben Mio. Tonnen) aus Aserbaidschan und Kasachstan, das im Hafen von Batumi verarbeitet wird, nach Europa weiter verschifft. Tanker bis zu 80.000 Tonnen können be- und entladen werden.

Der wesentlich kleinere Hafen Poti bietet diese Voraussetzungen nicht. Maximal 20.000 Tonnen-Tanker finden in dem noch unter georgischer Kontrolle verbliebenen Hafen Platz. Außerdem gibt es keine Möglichkeit, das Öl dort zu verarbeiten. Folgerichtig kann Poti den Hafen von Batumi nicht ersetzen.

Die Auswirkungen der Hafenblockade sind für Georgien ebenso schwer wie für die Region Adscharien. Deshalb wäre aus wirtschaftlicher Sicht eine friedliche Einigung des Konflikts so schnell wie möglich notwendig.

(ab/.rufo)


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