Sotschi-2014: Ski-Weltcup als erste Bewährungsprobe
Gemeinsam frieren: Dauer-Eiszeit in Russland und Europa
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Der Streik bedroht in erster Linie den Güterverkehr (Foto: Packeiser/.rufo)
Der Streik bedroht in erster Linie den Güterverkehr (Foto: Packeiser/.rufo)
Montag, 12.11.2007

Lokomotivführer drohen mit Bahnstreik in Russland

Moskau. Die Gewerkschaft der russischen Lokomotivführer hat für Ende November einen landesweiten Streik angedroht, sollte die Russische Eisenbahn AG (RZD) nicht auf ihre Forderungen eingehen. Die RZD gibt sich gelassen.

Schon im Juni habe die Gewerkschaft eine Anhebung der Bezüge auf das Lebensminimum in Moskau und eine jährliche Anhebung um mindestens 3,9 Prozent gefordert, erklärte Vitali Scheltjakow, Vertreter der Eisenbahnergewerkschaft. Seinen Angaben nach wurden die Forderungen der Gewerkschafter jedoch von einer Schlichtungskommission abgewiesen.

Forderungen nach Angaben der RZD erfüllt


Bei Russland-Aktuell
• Russische Eisenbahn sieht sich auf dem richtigen Weg (26.10.2007)
• Bombenanschlag: Russische Bahn will Sicherheit erhöhen (15.08.2007)
• Russische Eisenbahn schiebt Milliardenreform an (11.04.2007)
• Russische Eisenbahn: Kein Staatsmonopol mehr (20.10.2006)
• Gütergesellschaft: Streit um Bahnreform (20.09.2006)
Jelena Kulakowa vom Pressedienst der RZD widerspricht diesen Aussagen. „Die wichtigsten Forderungen wurden von uns längst erfüllt“, erklärte sie im Interview mit Russland-Aktuell. Ihren Angaben nach liegt der Durchschnittsverdienst der Eisenbahner bei 18.000 Rubeln (510 Euro), Lokführer verdienen demnach zwischen 30.000 – 40.000 Rubel (860 – 1.140 Euro).

Zurückgewiesen habe man nur unmögliche Forderungen, wie die schnelle Anschaffung von Lokomotiven mit „Kabinen nach neuestem europäischen Standard“. Zwar sei die Forderung der Lokführer nach besseren Bedingungen am Arbeitsplatz grundsätzlich zu unterstützen, gab Kulakowa zu. Die Anschaffung moderner Lokomotiven sei daher geplant, dies sei jedoch ein langwieriger Prozess.

Kulakowa zeigte sich optimistisch, dass der Streik abgewendet werden könne. „Ich denke wir werden die Auseinandersetzungen nicht bis zum offenen Konflikt führen“, erklärte sie.

Streik bei Güterzügen geplant


Sollte es indes doch zum Streik kommen, dann werden die Fernverkehrszüge aller Voraussicht nach weiterrollen. Im Gegensatz zur GDL (Gewerkschaft deutscher Lokführer) will die russische Lokführergewerkschaft keine Personenzüge bestreiken.

Zwar sei die Form des Streiks noch nicht endgültig beschlossen, doch wahrscheinlich sei der Streik bei Güter- und Nahverkehrszügen, erklärte Scheltjakow. Seinen Angaben nach könne der Streik nur noch verschoben werden, wenn Gewerkschaftsmitglieder in die Kommission zur Vorbereitung eines neuen Tarifvertrages aufgenommen werden.

(ab/.rufo/Moskau)


Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Montag, 12.11.2007
Zurück zur Hauptseite








Containerumschlag im Hafen von St. Petersburg: Auf diese Weise importiert Russland vor allem - exportiert werden vorrangig Rohstoffe wie Öl, Gas, Metall und Holz.(Topfoto:Deeg/.rufo)


Mail an die Redaktion schreiben >>>








Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>



Der Russland-Aktuell
und RIA Nowosti
Wirtschaft-Monitor

12.02.2012Georgischer Vizepremier: Militärtechnische Kooperation mit Kiew geht weiter
12.02.2012Griechischer Premier wirbt in TV-Ansprache für Sparkonzept
12.02.2012Wirtschaftskrise in Griechenland
10.02.2012Ukrainischer Premier Asarow: Alternative zu russischen Gas- und Ölimporten praktisch fix
10.02.2012Anteil des kanadischen Dollars an russischen Devisenreserven gewachsen
Schnell gefunden
Russland Veranstaltungen und Kultur-Events in D+A+CH

Die Top-Themen
St.Petersburg
Medwedew feuert Petersburger Polizeichef nach Skandal
Thema der Woche
Gemeinsam frieren: Dauer-Eiszeit in Russland und Europa
Kopf der Woche
Nach Überfall - Siegerin bei Präsidentenwahlen im Koma
Moskau
Präsidentenwahl: für Putin 28, für Sjuganow 22 Prozent
Kaliningrad
Moskaus Ex-Bürgermeister macht jetzt Mist in Ostpreußen
Kommentar
Russische Lehren aus dem Arabischen Frühling

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.


Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.sotschi.ru, www.baltikum.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.kultur.ru, www.puschkin.ru, www.wladiwostok.ru, www.sotschi.ru ... und noch einige andere mehr!
Russia-Now - the English short version of Russland-Aktuell








google.com
yahoo.com