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Donnerstag, 23.07.2009
Russland will ein Viertel des Weltmarktes f Atomenergie
Sarow/Arsamas-16. Russland kann 25 % des Weltmarktes für Atomenergie und Atomanlagen erobern, meint der russische Präsident Dmitri Medwedew auf einer Fachtagung in der Atomstadt Sarow. Das AKW-Neubauprgramm für Russland wird aber gekürzt.
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Bei einer Sitzung des Kommitees für Modernisierung und technologische Entwicklung in der früher geschlossenen Wissenschaftlerstadt Sarow / Arsamas-16 erklärte Dmitri Medwedew, immer mehr Länder strebten danach, den Anteil der Atomenergie zu erhöhen. Russland müsse die ihm gebührende Nische einnehmen.
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Nach Meinung des russischen Präsidenten hat die russische Atomindustrie eine internationale Führungsposition bei neuesten Technologien im gesamten Brennstoffkreislauf von der Urangewinnung und Anreicherung bis zum AKW-Bau und zur Ausserbetriebstellung von Reaktoren.
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AKW-Exportoffensive in China, Indien, Armenien, Weissrussland und Bulgarien Russland ist in den vergangenen Jahren beim Export von Atomanlagen recht erfolgreich gewesen, obwohl einige Projekte bisher nicht realisiert werden konnten. Russische Atomfirmen stellen im Moment das AKW Busher im Iran fertig, das kurz vor der Inbetriebnahme steht.
Gleichzeitg baut RosAtomExport neue Atomkraftwerke in Bulgarien, China und Indien. Geplant und vereinbart ist auch bereits der Bau eines neuen Reaktors in Weißrussland bei Minsk. In 2011-2012 soll ein zweiter Reaktorblock in Armenien in Bau gehen.
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Russland liefert den USA demnächst 20 % des Uranbedarfs Einen Durchbruch auf dem internationalen Atom-Brennstoffmarkt erzielte Russland mit dem im Mai abgeschlossenen Uran-Liefervertrag für die USA mit einem Autragswert von einer Milliarde Dollar. Nachdem die USA jahrzahntelang versucht hatten, Russland vom globalen Uran-Markt fernzuhalten, wurde im Mai vereinbart, Russland könne bei 2014 bis zu 20 % des US-Brennstoffbedarfs decken.
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Bei der gestrigen Tagung in Sarow /Arsamas-16 erklärte allerdings der Chef von RosAtom, Sergej Kirijenko, wegen der Finanzkrise und sinkendem Strombedarf der russischen Industrie würden die Pläne für den AKW-Neubau in Russland selbst "um einige Jahre gestreckt".
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Statt wie bisher geplant zwei neuen Reaktoren pro Jahr, soll nur noch ein AKW jährlich neu gebaut werden, sagte Kirijenko. Wenn der Eletrizitätsbedarf allerdings wieder steige, werde das Reaktorbautempo auch gesteigert.
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