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| Auch wenn es den VW-Vorständen vor dem Foto-Termin scheinbar niemand gesagt hat: Auch der Passat CC hat nur zwei Seitentüren, nicht drei (Foto: Vorhölter) | |
Mittwoch, 27.08.2008
Moskauer Automesse: Mit Vollgas auf Russlands Markt
Moskau. Mit Weltpremieren, Konzeptfahrzeugen und einer Rekordbeteiligung glänzt der diesjährige internationale Autosalon in Moskau. Auch deutsche Fahrzeugbauer buhlen um den russischen Kunden. Es winken riesige Gewinne.
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Die ersten Tage des Autosalons sind noch den Journalisten und Fachbesuchern vorbehalten. Am Freitag, den 29. August, wird die Ausstellung auf dem Messegelände „Krokus-Expo“ dann offiziell für das Publikum eröffnet.
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Über 1.000 Aussteller Auf dem riesigen Gelände sind über 1.000 Aussteller vertreten, darunter auch etwa 30 ausländische Fahrzeugbauer, wie Daimler, Chrysler, Mazda, Renault, VW oder General Motors. 15 Hersteller präsentieren in Moskau Weltpremieren. Der Moskauer Autosalon gewinnt merklich Format und kann bald mit weltweit führenden Messen wie Frankfurt, Genf oder Detroit mithalten.
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Von den deutschen Autofirmen hat vor allem Audi einige Neuheiten mitgebracht. Der neue A6 unterscheidet sich zwar optisch kaum von seinem Vorgänger, hat aber vor allem unter der Motorhaube erstaunliches zu bieten: So entwickelt der 3-Liter-V6-Motor 290 PS und verbraucht dabei gerade einmal 9,5 Liter auf 100 km.
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Die neue Version der Audi-Sportlimousine RS6 sehen die Besucher auch zuerst in Moskau, während die „Europa“-Premiere in Paris erst im Oktober stattfindet. Zudem präsentiert Audi in Russland das Konzeptfahrzeug Q7.
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Kugelsicherer BMW für russische Oligarchen Dass BMW seinen neuen X5 Security zuerst in Moskau demonstriert, zeugt entweder von einem besonderen Sinn für Humor oder einen untrüglichen Geschäftsinstinkt. Der X5 Security ist das erste Auto seiner Klasse mit einer gepanzerten Fahrgastzelle, die auch Schüssen aus Handfeuerwaffen bis zum Kaliber 44 Millimeter widerstehen kann. Auf Käuferinteresse dürfte der Wagen bei den russischen Oligarchen auf alle Fälle stoßen.
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| Viele Frauen stehen auf den italienischen Charme. Das gilt offenbar auch für das neue Modell von Alpha Romeo (Foto: Vorhölter) | |
Gerade auf dem russischen Markt für Premiumfahrzeuge seien deutsche Autobauer tonangebend, weiß auch Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA) und früherer Verkehrsminister. 60 Prozent dieses Markts gehören den deutschen Edelkarossen.
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Russland wird zum größten Automarkt in Europa Auf dem gesamten russischen Pkw-Markt haben die Deutschen bei den Neuwagen einen Marktanteil von 15 Prozent. Damit hat sich die Präsenz der Deutschen seit 2004 immerhin verdreifacht – und das in einem rasant wachsenden Umfeld.
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In den ersten sechs Monaten 2008 wurden insgesamt 1,58 Millionen Pkw in Russland verkauft, bis Jahresende sollen es 3,1 Millionen Autos sein. „Aller Voraussicht nach wird Russland spätestens im kommenden Jahr mit 3,45 Millionen Neuzulassungen der volumensstärkste Pkw-Markt in Europa sein“, erklärte Wissmann bei einer Pressekonferenz in Moskau.
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Russland als Antrieb für den stotternden Verkauf Russland ist damit einer der wichtigsten Auslandsmärkte für die deutschen Autobauer. Das bestätigt auch Reinhard Jung, Vorstandschef von Skoda. „Trotz der Stagnation auf dem traditionellen europäischen Automarkt konnten wir 2007 mit 630.000 Fahrzeugen eine Gewinnsteigerung von 15 Prozent verbuchen“, berichtet er. Dazu beigetragen habe vor allem der Mehrabsatz in Russland.
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| Der neue Opel Insignia (Foto: Vorhölter/.rufo) |
In diesem Jahr hofft Jung, der in Moskau den neuen Mittelklassewagen „Superb II“ präsentierte, den Absatzrekord seines Unternehmens auf 725.000 Fahrzeuge zu steigern. Russland trägt mit Wachstumsraten von 80 Prozent erheblich zur Steigerung des Unternehmensergebnisses bei.
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Produktion in Russland als Schlüssel zum Erfolg Der Skoda-Mutterkonzern VW hat den Schlüssel zum Erfolg in Russland bereits in der Hand. Seit 2007 produziert der Konzern in Kaluga den VW Jetta und den Skoda Oktavia und kommt damit in den Genuss von Steuer- und Zollerleichterungen.
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Der Erfolg ist spürbar: „Wir überlegen die Kapazitäten von 66.000 Fahrzeugen auf 150.000 Fahrzeuge pro Jahr zu erweitern“, teilte der Vertriebsvorstand des VW-Gesamtkonzerns Detlef Wittig während der Präsentation des neuen „Passat CC“ mit.
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Wer gewinnt das Rennen um Russlands Automarkt? Doch nicht nur die Deutschen becircen die russische – überwiegend männliche – Kundschaft. Bei Alfa Romeo weiß man, was Mann will. Zumindest bei der Autoshow. Tanzende Models im knappen Mini lenken die Aufmerksamkeit der Besucher auf den neusten Kleinwagen des italienischen Herstellers. Das neue Modell „Mito“ soll dem englischen „Mini“ Konkurrenz machen und vermittelt die Botschaft: Autos sind sexy!
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Wer am Ende das Rennen macht, deutsche Qualität oder italienische Lebensfreude, wird sich herausstellen. Noch sind weder Italiener noch Deutsche Spitzenreiter beim Verkauf.
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Die Pole Position unter den ausländischen Anbietern hält Toyota. Mit ihrer Premiummarke Lexus LS460 zeigen die Japaner in Moskau sowohl „deutsche“ Qualität, als auch Sex Appeal.
(ab/dv/.rufo/Moskau)
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