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Renault 90X (Foto: izvestia.ru)
Renault 90X (Foto: izvestia.ru)
Mittwoch, 17.03.2004

Russischer Renault bald serienreif

Moskau. Das russisch-französische Gemeinschaftsunternehmen „Awtoframos“ will noch in diesem Jahr die ersten beiden Prototypen des Renault X90 der Öffentlichkeit vorstellen. Im Frühjahr 2005 soll nach Konzernplänen das Auto dann in Moskau seriell vom Band laufen – zunächst mit einer Auflage von 65.000. Doch die Russen müssen für den neuen Mittelklassewagen tiefer in die Tasche greifen, als ursprünglich von der Konzernleitung versprochen wurde.

Statt zunächst verkündeter 5.000 Euro soll das Auto nun in Russland je nach Ausstattung zwischen 7.000 und 10.000 Euro kosten, teilte die Firmenleitung von Renault – AO “Awtoframos“ am Montag mit. Im vergangenen Jahr sprachen Mitarbeiter Renaults noch von einem Preis von 5.000 Euro oder weniger.

Dies gilt nun allerdings nur noch für ausgewählte Länder Osteuropas. Der Renault X90 soll nicht allein auf dem russischen Markt, sondern auch in andere Länder Osteuropas verkauft werden. Der Preis richtet sich nach den örtlichen Preisverhältnissen. So werden rumänische Autofahrer beispielsweise nur 5.000 Euro für das Fahrzeug bezahlen müssen.

Der Renault X90 wurde von französischen Ingenieuren extra für den osteuropäischen Markt entworfen. Sie orientierten sich jedoch dabei an europäischen Sicherheitsstandards. Wie die technischen Daten des Wagens genau aussehen, dazu machte die Firma bisher keine Angaben.

Der Wagen ist ein gemeinsames Projekt der Moskauer Stadtregierung und dem Autokonzern Renault –AO “Awtoframos“. Gebaut wird das Fahrzeug auf dem Gelände des ehemaligen Moskwitsch-Werkes in Moskau. Lediglich Einzelteile werden aus Drittländern geliefert. Zu Beginn sollen 65.000 Autos, später jährlich sogar 120.000 produziert werden

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• Avtovaz verzeichnet Gewinneinbruch (13.08.03)
• Toyota will Land Cruiser in Russland bauen (29.04.03)
Auf dem russischen Automarkt ist das Projekt mit 350 Millionen Euro eine der größten Investitionen von ausländischer Seite. Deutsche Firmen sind in Russland bisher eher spärlich vertreten. Nur BMW lässt schon in Kaliningrad schrauben. Als Deutschlands Wirtschaftsminister Wolfgang Clement im letzten Juni bei den NRW-Tagen in Moskau war, beklagte er genau diese Zurückhaltung.

(ad/ab/.rufo)

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