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| In der Konzernzentrale von TNK-BP fand in diesem Jahr bereits eine Razzia statt. Sie wird in Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen russischen und britischen Aktionären gebracht (Foto: Archiv) | |
Mittwoch, 18.06.2008
TNK-BP: Drei Töchter ohne handlungsfähigen Vorstand
Moskau. Der Konflikt zwischen den russischen und britischen Aktionären des Energiekonzerns TNK-BP wirkt sich womöglich auf die Handlungsfähigkeit der Konzern-Töchter aus. Einige konnten keinen neuen Vorstand wählen.
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Die Aktionärsversammlungen für die TNK-BP-Töchter „WarjeganNefteGaz“, „TschernogorNeft“ und „SapSibNefteProdukt“ waren für Mitte Juni anberaumt. Sie wurden auch abgehalten. Wegen des andauernden Konflikts zwischen den russischen und britischen Aktionären des Mutterkonzerns konnten aber die Kandidaten-Listen für die Wahl der Vorstände nicht fristgemäß zusammengestellt werden.
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Briten von Eigeninteressen geleitet Weil die Listen fehlten konnte kein neuer Vorstand gewählt werden. Gleichzeitig sind die Vollmachten der bisherigen Vorstände der drei Tochtergesellschaften ausgelaufen.
Der Konflikt zwischen den russischen und britischen Aktionären des Joint Ventures TNK-BP dauert bereits mehrere Monate an. Die russischen Aktionäre des Konsortiums AAR – dazu gehören die Investmentkonzerne „Alpha Group“, „Access“ und „Renova“ – meinen, dass die britische BP eine positive Weiterentwicklung des Geschäfts verhindert.
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In den russischen Medien war vor Kurzem kolportiert worden, die russischen Aktionäre würden den Briten vorwerfen, lediglich die britischen Interessen strategisch zu vertreten.
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Russen wollen Parität Die russischen Aktionäre wollen offenbar erreichen, dass die Vorstände in allen Tochtergesellschaften des Konzerns paritätisch besetzt werden. Die Aktionärsvereinbarung aus dem Jahr 2003 sieht hingegen vor, dass in einigen Vorständen die britische Konzernseite stärker vertreten ist und in anderen die russische.
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Der theoretische Streit über die richtige Besetzung der Vorstände wirkt sich jetzt bei den bereits genannten drei Tochtergesellschaften praktisch aus: Wegen des Konflikts konnten sich die Parteien nicht auf die Vorstandskandidaten einigen.
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Das Unternehmen „WarjeganNefteGaz“ fördert Öl. „TschernogorNeft“ fördert selbst kein Öl mehr – alle Lizenzen wurden in der jüngeren Vergangenheit an „WarjeganNefteGaz“ übertragen. „SapSibNefteProdukt“ ist eine Vertriebsgesellschaft des Konzerns TNK-BP.
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