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| Blick auf die Hauptstadt der abtrünnigen georgischen Teilrepublik Südossetien, Zchinwali. (Foto: Archiv) | |
Montag, 10.07.2006
Wichtigster Grenzübergang im Kaukasus geschlossen
Moskau. Die russische Grenzschutzbehörde FPS hat überraschend den wichtigsten Übergang zu Georgien „Werchni Lars“ auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Schritt sei wegen umfassender Umbauarbeiten notwendig geworden.
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Georgien sei rechtzeitig von dem Schritt informiert worden, hieß es. Genau dies bestreiten freilich die georgischen Grenzer. Die bevorstehende Schließung des Übergangs „Werchni Lars / Kasbegi“ an der E117 sei von den Russen erst am 7. Juli um 22 Uhr angekündigt worden – gerade einmal zwei Stunden, bevor der Verkehr eingestellt wurde. Auf beiden Seiten der Grenze stauten sich Pkws und Lastwagen. Die Regierung in Tiflis sprach von einem „unfreundlichen Akt“.
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Georgier sperren Grenze zu Ossetien
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Nach georgischer Auffassung ist „Werchni Lars / Kasbegi“ der einzige legale Grenzübergang des Landes zu Russland. Die beiden übrigen Kontrollpunkte am Fluss Psou und dem Roki-Tunnel werden auf georgischer Seite von den abchasischen bzw. südossetischen Separatisten kontrolliert.
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Für den internationalen Verkehr sind beide Straßen ohnehin nur bedingt geeignet: Die Grenze zwischen Abchasien und Rest-Georgien ist für den Verkehr gesperrt und weitgehend vermint. Am Sonntag sperrten georgische Sicherheitskräfte zusätzlich die Straße von Südossetien ins georgische Kernland de facto für alle nicht-georgischen Staatsbürger. Nur noch Reisende mit georgischen Visa und Einreisestempeln, die die südossetischen Separatisten jedoch grundsätzlich nicht ausgeben, dürfen dort passieren.
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Als Hintergrund für die unerwarteten Bauarbeiten an der historischen „Georgischen Heerstraße“ gilt die anhaltende schwere Krise in den Beziehungen zwischen Russland und Georgien.
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Der armenische Premierminister Andranik Margarjan warnte unterdessen vor verheerenden Folgen der Grenzschließung für sein Land. Armenische Exporteure waren wegen des Karabach-Konflikts mit Aserbaidschan bei ihren Lieferungen nach Russland vollständig auf die nun gesperrte Bergstraße angewiesen. Einzige Alternative für Transporte von und nach Armenien sei nunmehr die Schwarzmeerfähre vom russischen Noworossisk ins georgische Poti.
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(kp/.rufo)
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