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G. Wassiljew
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Dienstag, 29.10.2002

„Nord-Ost“ kehrt nicht an seinen alten Ort zurück

Moskau. Georgi Wassiljew, der Produzent des Musicals „Nord-Ost“, sprach sich am Dienstag gegen eine Rückkehr seiner Truppe in das von dem Terrorakt lädierte Theater-Zentrum an der Moskauer Dubrowka aus. Selbst wenn der Saal wieder völlig in Ordnung gebracht würde, bliebe er für immer „ein verfluchter Ort“. Der Jubiläumsauftritt im Konzertsaal „Rossija“ werde aber auf alle Fälle stattfinden, wie geplant.

Das Gebäude und der Saal seien gar nicht mal besonders in Mitleidenschaft gezogen. Es würde keine große Arbeit sein, Scheiben einzusetzen, die Wände neu zu streichen und die Sessel auszutauschen. Das Musical „Nord-Ost“ könnte es aber in der bisherigen Form nie mehr geben. „Es ist schwer vorzustellbar, dass die Schauspieler auf diese Bühne treten und die Musiker diesen Orchestergraben aufsuchen können, aus dem man einen großen... gemacht hatte“, sagte Wassiljew. Weil sie von den Terroristen nicht auf die Toilette gelassen wurden, mussten die Geiseln ihre Notdurft im Orchestergraben verrichten.

Die finanzielle Lage der Truppe sei ebenfalls katastrophal, denn es seien bereits mehrere tausend Karten für Aufführungen verkauft worden, die nun nicht mehr stattfinden werden. „Wir sind bankrott; ohne die Hilfe des Staates oder von Sponsoren wird Nord-Ost nicht wiederbelebt werden können.“ Der Umzug auf eine andere Bühne war nach Wassiljews Worten bisher nicht Gegenstand von Verhandlungen mit der Moskauer Stadtregierung oder der Präsidialverwaltung.

Georgi Wassiljew hatte während der Geiselnahme großen Mut bewiesen. Mehrmals hatte er durch rechtzeitiges Eingreifen und Einwirken auf die Terroristen Brände und Explosionen im Saal verhindern können.

(sb/rUFO)

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