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Donnerstag, 24.10.2002
Behörden suchen weiter Kontakt zu Terroristen
Moskau. Per Fernsehen fordern die russischen Behörden die tschetschenischen Geiselnehmer am Morgen auf, wieder Kontakt aufzunehmen. Die angegeben Mobiltelefonnummern seien nicht zu erreichen, sagen sie. Wenig später war vor dem Eingang der Musical-Halle ein lauter Knall zu hören. Es dürfte aber nicht der Startschuss für eine Befreiungsaktion sein, sondern eher Teil eines langwierigen Nervenkrieges.
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Das russische Lagezentrum hat erklärt, das Wichtigste sei, das Leben der Geiseln zu schützen. Mindestens 500 Menschen, darunter auch drei Deutsche, drei Briten, Holländer und Östereicher sind noch im Gebäude. Die Tschetschenen drohen damit, sich und die ganze Halle in die Luft zu sprengen, wenn in sieben Tagen die russischen Militärs nicht aus Tschetschenien abgezogen seien. Die Geiselnehmer erschossen am Morgen einen russischen Milizionär und eine junge Frau, die sie für eine Geheimdienstagentin hielten.
Nach einer Besprechung im russischen Lagezentrum gruppierten sich Antiterroreinheiten rund um die Musical-Halle um. Unklar blieb aber auch diesmal, was das Ziel dieser Operation ist.
Nach neueren Angaben befinden sich in dem Geb'ude 61 Ausländer: Deutsche, Briten, Holländer, Östereicher, Australier, Finnen und Ungarn. Die Botschafter dieser Länder trafen, wie von den Terroristen einbestellt, ein, um ihre Landsleute freizubekommen.
Die Tschetschenen fordern ausserdem, das Rote Kreuz und die Ärzte ohne Grenzen müssten erscheinen, um Verhandlungen zu beginnen. (rUFO/mig)
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