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Bergung des Mini-U-Bootes bei Kamtschatka (Foto: TV)
Bergung des Mini-U-Bootes bei Kamtschatka (Foto: TV)
Samstag, 06.08.2005

Mini-Uboot: Mut machen die Kratzgeräusche draussen

Moskau/Kamtschatka. "Er ist erst 25 Jahre alt, aber ein erfahrener U-Bootmann", sagt die Ehefrau des Kommandanten. Zu Hause warten zwei zweijährige Zwillingstöchter sehnsüchtig auf ihn. Die Bergung des Mini-U-Bootes läuft.

Ihr Mann sei ein unheilbarer Marine-Fanatiker, sagt Ehefrau Jelena. Zu Hause liegen die Ehrenurkunden, mit denen der junge Kapitänleutnant Wjatscheslaw Milaschewski ausgezeichnet wurde. Auch sein Vater habe schon in der U-Bootflotte Russlands gedient und sei auf Mini-Ubooten desselben Typs im Einsatz gewesen.

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• Seeleute auf Mini-U-Boot atmen über Tauchretter (05.08.2005)
• Sieben Mann auf dem Grund des Pazifiks - Kursk-II? (05.08.2005)
• Kamtschatka: Bergung des Mini-Ubootes hat begonnen (05.08.2005)
Die Fahrt mit dem Tauchgerät „Pris“ (russischer Marinecode AS-28) war bereits der siebente Einsatz des Kapitänleutnantes Milaschewski als Kommandant der kleinen Besatzung.

Betreuungszentrum für Familienangehörige gebildet

Die zwei Zwillingstöchter, die erst im kommenden September zwei Jahre alt werden, sehnen sich schrecklich nach ihrem Papa, sagt Mutter Jelena. Seit dem 4.August, dem Tag, an dem sich das Boot plötzlich in 190 Meter Wassertiefe festfuhr, seien die beiden Mädchen sehr aufgeregt.

Den sieben Mann in dem Tauchgerät werden allmählich Strom und Luft knapp, aber es geht ihnen den Umständen entsprechend gut, teilt ein Sprecher der Pazifikflotte am Samstagmorgen mit.

Informationen für Familienangehörige gibt das für sie eingerichtete Betreuungszentrum in Petropawlowsk-Kamtschatski. Vier der sieben Besatzungsmitglieder sind verheiratet.

Die Mannschaft der „Pris“ hört das Kratzen der Bugsiertrossen

Um 9:00 Uhr Ortszeit am Samstag (22:00 MEZ am Freitag) habe es wieder eine Akkustik-Verbindung mit der Besatzung gegeben. Sie ist angewiesen, sich so wenig wie möglich zu bewegen, um Akku-Energie und Sauerstoff zu sparen. Hoffnung auf Rettung machen die Kratzgeräusche der Bugsiertrossen draußen an der Aussenhaut, mit denen seit Freitagabend versucht wird, die „Pris“ in etwas flacheres Wasser zu ziehen.

Mit 60 Tonnen am Pazifikgrund verankert

Die Bugsierversuche scheiterten aber schon nach 100 Metern. Die Videoaufnahmen, die eine Unterwasserdrohne später machte, bestätigten: Das Boot hängt an einer russischen Küstenschutzantenne fest, die ihrerseits an einem 60 Tonnen schweren Anker befestigt ist.

Bugsierversuche gescheitert

Am Samstag wurde begonnen, die Stelle, an der die „Pris“ festliegt, mit Bojen genauer zu markieren.

Am Samstagvormittag trafen in Petropawlowsk-Kamtschatski zwei us-amerikanische und ein britisches Militärtransportflugzeug mit Hilfsgeräten ein. Die USA stellen eine Tiefsee-Drohne „Deep Drone 8000“, Tieftauchanzüge, Marinetaucher und Ärzte, insgesamt etwa 60 Mann. Großbritannien setzt den Unterwasserroboter "Scorpio" ein.

Tauchapparat \\"Pris\\" auf offener See (Foto: TV)
Tauchapparat \\
Internationale Hilfsaktion läuft

„Scorpio“ soll die Kabel und Trossen zu durchschneiden, an denen Kapitänleutnant Milaschewski und sechs Mann Besatzung fest hängen.

In Washington erklärte der russische Generalstabschef Juri Balujewski bei einem Arbeitsbesuch, es sei eine gemeinsame internationale Hilfsaktion vereinbart worden. Ein japanischer Hilfskonvoi aus vier Schiffen mit zusätzlichem Gerät wird am Montag erwartet. Bis dahin müsste aber eigentlich die Bergung schon abgeschlossen sein.

Zumal die Sauerstoffvorräte nur bis Sonntagmittag mit Sicherheit reichen, wie Fachleute der Pazifikflotte errechneten. Danach wird es eng.

Der große Unterschied zur Kursk-Katastrophe

Dies ist der grosse Unterschied zwischen der Kursk-Katastrophe vor fast genau fünf Jahren und dem Unfall mit dem Tauchgerät „Pris“: Die russische Marine reagiert schnell. Sie sucht die internationale Kooperation. Die Information über die Lage ist den Umständen entsprechend schnell und umfassend.

Ganz abgesehen davon, dass sich an Bord der Pris keine Reaktoren und Atomraketen befinden und die Besatzung nicht 134 Mann beträgt, sondern „nur“ sieben.

(gim/.rufo)


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