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| Umweltschützer demonstrieren vor der Deutschen Botschaft in Moskau (Foto: Hesters) | |
Freitag, 13.10.2006
Umweltproteste vor Deutscher Botschaft in Moskau
Moskau. Etwa 20 russische und deutsche Umweltaktivisten haben am Donnerstag vor dem Gebäude der Deutschen Botschaft in Moskau gegen die Transporte von Abfällen aus der Uranfabrik in Gronau nach Russland protestiert.
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Demonstranten hätten dem Botschafter einen offenen Brief übergeben, in dem sie ein Verbot der Atomtransporte fordern, sagte Matthias Eickhoff vom „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“ dem epd. Fünf Teilnehmer der Demonstration wurden von der Polizei festgenommen.
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Abfälle als „Wertstoffe” deklariert?
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Auf der Grundlage eines deutsch-russischen Regierungsabkommens wird seit 1996 Uranhexafluorid aus der Anlage in Gronau nach Russland befördert. Die Umweltschützer bezweifeln Versicherungen der Verantwortlichen, dass die Materialien dort wiederaufbereitet werden. In Wirklichkeit wisse niemand, was mit den Abfällen aus der Urananreicherung geschehe, die offiziell als „Wertstoffe“ deklariert würden, so Eickhoff.
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Die Atomgegner vermuten, dass die Betreiberfirma der Gronau-Anlage, Urenco, mit den Transporten lediglich die Kosten für die in Deutschland äußerst teure Lagerung von Atomabfällen vermeiden wolle. „Wir finden es unverantwortlich, dass mit ausdrücklicher Zustimmung der deutschen Bundesregierung Russland zur Müllkippe für deutschen Atommüll gemacht wird“, heißt es in dem bei der deutschen Botschaft abgegebenen Protestbrief.
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Die Atomtransporte aus dem Münsterland über die Häfen von Rotterdam und Sankt Petersburg nach Russland stellten zudem ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
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(epd/kp)
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