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| Hans Peter Kemper und Franz Rainer Wallenberg sind im Innenministerium für die Russlanddeutschen verantwortlich (Foto: Schütt/.rufo) | |
Donnerstag, 18.08.2005
Archivausbau und Wohnungen für Russlanddeutsche
Moskau. Russlanddeutsche aus St.Petersburg und anderen Regionen können die für sie gebauten Wohnungen nun kaufen. Auch das Archiv für die Geschichte der Russlanddeutschen in Saratow soll erweitert werden.
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Im Rahmen einer Delegationsreise gelang es dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hans-Peter Kemper, in Moskau die letzten Schritte für den Verkauf von Wohnungen an Russland-Deutsche vorzubereiten.
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Erwerbsrecht exklusiv für Russlanddeutsche
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Die Wohnungen befinden sich heute im Besitz des Bundes, vertreten durch die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit – GTZ. Sie wurden im Rahmen des Förderprogramms für Russland-Deutsche seit 1992 in Russland gebaut.
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| Strelna-Neudorf (Foto: Deeg/.rufo) |
Es geht dabei um Immobilien in Neudorf-Strelna bei St.Petersburg und anderen Siedlungsgebieten von Russlandeutschen. Laut Kemper sollte die Durchführung der bereits 2004 zwischen Deutschland und Russland beschlossenen Eigentumsübertragung nun gelingen.
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Die Bewohner können ihre Häuser bzw. Wohnungen nun direkt von der GTZ kaufen oder über einen Ratenvertrag erwerben. Spekulationen soll durch eine wahrscheinlich fünfjährige Sperrfrist für Wiederverkäufer der Boden entzogen werden, wie Frank Wallenberg vom Wirtschaftsministerium erläuterte. Wieviel die Wohnungen kosten sollen, wollte die GTZ allerdings noch nicht verraten.
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Erlös wird wieder investiert
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Die Erlöse aus dem Verkauf sollen einer neu zu gründenden Stiftung im Altai zufließen. Der Fonds soll dann vor Ort in identitätsstiftende Projekte, Berufsbildungsmaßnahmen und soziale bzw. medizinische Hilfen investieren.
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Interessant ist, dass dieses reinvestierte Geld in die Fördersumme des Bundes eingerechnet werden soll. Wird die Förderung von Seiten Berlins nicht erhöht, sinkt somit de facto der Mittelzufluss aus Deutschland.
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Von Moskau aus reist Kemper nach Saratow, um dort einen Anbau des Archivs der russlanddeutschen Minderheit einzuweihen. Gemeinsam mit der russischen Seite wird der Bau saniert. In dem Archiv sollen Zeugnisse aus der Geschichte seit Katharina der Großen aufbewahrt werden.
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Gespräche mit dem dortigen Gouverneur sind geplant. Genauso sollen Detailfragen die Neudorf-Strelna betreffen, mit dem Petersburger Gouverneur auf der letzten Station der Reise geklärt werden.
(khs/.rufo)
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