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| Chinas Armee will notfalls mit Gewalt die Wiedervereinigung erzwingen (Foto: newsru.com) | |
Donnerstag, 17.03.2005
Russland will Taiwan nicht einnehmen
Moskau. Die für den Herbst geplanten russisch-chinesischen Militärmanöver sorgen schon jetzt für den ersten Skandal. Offenbar wollten die Chinesen statt geplanter Anti-Terrormaßnahmen die Einnahme Taiwans üben. Das geht dem russischen Generalstab dann doch zu weit und so flog Stabschef Juri Balujewski nach Peking, um über neue Manöverinhalte zu verhandeln.
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Noch vor wenigen Tagen hatte Russland erklärt, es unterstütze den Taiwan-Kurs Chinas. Die Führung in Peking sieht Taiwan als abtrünnige Provinz und fordert die Wiedervereinigung der beiden China.
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Ein vor kurzem verabschiedetes „Gesetz zur Verhinderung der Landesspaltung“ sieht sogar den möglichen Einsatz von Waffengewalt vor. In einer Reaktion darauf hatte das russische Außenministerium Verständnis für die Haltung Chinas gezeigt. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes Alexander Jakowenko hatte allerdings den absoluten Vorrang friedlicher Methoden bei der Vereinigung des Landes gefordert.
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Anti-Terrorübung vs. Invasionspläne
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Die Militärführung im Reich der Mitte hat die grundsätzliche Unterstützung Russlands dennoch zum Anlass genommen, den Ernstfall zu proben. Das Manöver im Gelben Meer sieht nach chinesischen Vorstellungen jedenfalls wie die Generalprobe einer Invasion in Taiwan aus.
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Dabei war es eigentlich als Anti-Terrorübung geplant worden, als Russlands Verteidigungsminister Sergej Iwanow es im Dezember 2004 vorschlug. Dass die Chinesen nun die Regierung in Taipeh zur „gelben Gefahr“ stempeln, geht Moskau entschieden zu weit.
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Es wäre diplomatisch auch kaum tragbar, wenn sich herausstellen sollte, dass die Chinesen zusammen mit der russischen Armee die Einnahme der kleinen Insel geübt haben. Dann säße Russland praktisch mit den Invasoren in einem Boot. Um keinen Schiffbruch zu erleiden, rudern die Moskauer Generäle deshalb lieber zurück.
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(ab/.rufo)
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