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| Putin und Blair auf der Pressekonferenz beim Londoner Gipfel (Foto: newsru.com) | |
Mittwoch, 05.10.2005
Visaerleichterungen zwischen EU und Russland
Moskau. Die EU und Russland haben sich auf ein vereinfachtes Visaregime geeinigt. Für viele Reisende werde der Grenzübertritt leichter, sagte Präsident Putin. Der Vertrag soll noch im Oktober unterzeichnet werden.
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Betroffen seien von der Regelung erst einmal Studenten, Wissenschaftler, Politiker, Diplomaten und Geschäftsleute, teilte Wladimir Putin nach einem Treffen mit dem derzeitigen Ratspräsidenten der EU, Tony Blair, mit. Diese Gruppe soll Visa mit einer Geltungsdauer von bis zu fünf Jahren erwerben können.
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Einheitspreis für Visa
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Für Russen soll das Reisen in die EU-Staaten auch einfacher werden. Praktisch sei Einigkeit darüber erzielt worden, dass Visa für Schengen-Staaten und EU-Staaten in Zukunft einheitlich 35 Euro kosten sollen, versicherte Wladimir Tschischow, der ständige Vertreter Russlands bei der EU. Bislang hat jedes Land seine eigenen Regeln zur Visaerteilung. Außerdem untescheiden sich die Kosten.
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Russland hatte auf Vereinfachungen bestanden, da durch die Erweiterung der EU für viele Länder, in die Russen bislang ohne Formalitäten reisen konnten, nun Visapflicht besteht. Es sei Ziel irgendwann die Visapflicht zwischen Russland und der EU ganz abzuschaffen, betonte Putin. Allerdings sei es schwierig, schon jetzt dafür Fristen zu benennen.
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Russland bleibt wichtigster Energielieferant der EU
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Das wichtigste Thema beim Gipfel in London war jedoch Energie. Putin betonte, dass Russland seinen Öl- und Gasreichtum nicht dazu nutzen werde, um politischen Druck auf Westeuropa auszuüben. Vielmehr sei sein Land daran interessiert, ein „stabiles System für die Zukunft“ zu bauen.
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Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland bauen auf gemeinsamen Interessen und nicht auf Abhängigkeiten auf, versicherte dann auch Großbritanniens Premier Tony Blair.
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Eines dieser gemeinsamen Interessen ist die Gaspipeline, die durch die Ostsee verlegt werden soll. Während der Vertrag bislang zwischen Deutschland und Russland gilt, haben auf dem Gipfel in London weitere westeuropäische Staaten, u.a. Belgien und Großbritannien ihr Interesse an Lieferungen über diese Trasse bekundet.
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(ab/.rufo)
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