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Donnerstag, 07.02.2008
„Gaz de France“ beteiligt sich womöglich an South Stream
Moskau. Der französische Energiekonzern „Gaz de France“ wird sich möglicherweise an dem russischen Pipeline-Projekt „South Stream“ beteiligen. Das teilte heute ein Sprecher in der Konzernzentrale in Paris mit.
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Wider vorhergehenden Zeitungsveröffentlichungen erklärten die Franzosen heute, man wolle die Beteiligung an alternativen Projekten zu „Nabucco“ prüfen. Auch eine mögliche Beteiligung am Projekt „South Stream“ will das „Gaz de France“-Management nicht ausschließen.
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Die Entscheidung sei gefallen, nachdem das „Nabucco“-Konsortium unter Führung des österreichischen Energiekonzerns OMV die Kandidatur der Franzosen abgelehnt hatte. In Insider-Kreisen wird gemunkelt, die Türkei habe ihr Veto gegen die Beteiligung von „Gaz de France“ eingelegt, weil Frankreichs Parlament den türkischen Völkermord an den Armeniern anerkannt habe.
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Europäischer Verbrauch steigt Das EU-Projekt „Nabucco“ sieht Verlauf der Pipeline-Röhren aus der Kaspi-Region über Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Österreich vor. Mit „Nabucco“ will sich die EU von der Abhängigkeit von russischem Gas lösen. Denn der Gas-Verbrauch in Europa wird in den kommenden Jahren vermutlich weiter ansteigen. Während der Verbrauch in den EU-Ländern 2006 bei 500 Milliarden Kubikmetern lag, könnte er nach Prognosen 2030 bereits bei 800 Milliarden liegen.
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Zuletzt waren Zweifel am Gelingen von „Nabucco“ laut geworden. Fachleute bezeichnen die beabsichtigten Lieferbeziehungen etwa mit Turkmenistan als unzuverlässig. Die volle Auslastung der Pipeline sei bis heute noch nicht gesichert.
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„South Stream“ ist ein Konkurrenz-Projekt der russischen Regierung und des italienischen Energiekonzerns „Eni“. Die Pipeline soll fast parallel zu „Nabucco“ verlaufen. Durch das Schwarze Meer und über den Balkan soll sie Westeuropa mit Gas versorgen.
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