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| Hugo Chavez soll russische Waffen an die kolumbianische Rebellen-Organisation FARS weitergeleitet haben (Foto: Archiv) | |
Dienstag, 22.07.2008
Chavez in Moskau: Keine russischen Waffen für Rebellen
Moskau. Heute besucht der venezuelanische Präsident Hugo Chavez Moskau. Dmitri Medwedew und Wladimir Putin wollen Klartext reden: Caracas soll russische Waffen nicht an kolumbianische Rebellen weitergeben.
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Venezuela ist der größte Abnehmer für russische Waffen in Lateinamerika. Die Summe der abgeschlossenen Verträge beläuft sich derzeit auf rund 2,5 Milliarden Euro. Im Gespräch sind außerdem weitere Abschlüsse für eine Gesamtsumme in Höhe von rund 1,26 Milliarden Euro.
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Laut Informationen der Tageszeitung „Kommersant“ ist Venezuela am Kauf von 20 Einheiten der Luftabwehrsysteme Top-M1 und Top-M2E interessiert. Außerdem auf der Einkaufsliste: drei bis vier Unterseeboote, zwölf Transportflugzeuge vom Typ Il-76 und Il-78 sowie 24 SU-Jagdflugzeuge. Der venezuelanische Präsident zeigte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Itar-tass auch Interesse an russischen Panzern.
Doch kaum eine dieser weiteren Optionen dürfte beim aktuellen Staatsbesuch von Chavez durch einen Vertrag festgeschrieben werden. Laut Vertretern der russischen Rüstungsindustrie hat sich Caracas bisher weder bei der Wahl der Uboote noch bei der Wahl der Jagdflugzeuge festgelegt.
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Keine Waffen für Rebellen Neben der „Unentschlossenenheit“ Venezuelas dürfte ein zweiter Grund Russland zur Zurückhaltung veranlassen: Im Mai konnte der kolumbianische Geheimdienst Beweise dafür vorlegen, dass Venezuela die kolumbianischen Rebellen-Truppen der FARS mit russischen Waffen ausrüstet. Venezuela hat jetzt wieder Interesse am Kauf von Waffen für Scharfschützen bekundet.
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Die Ausrüstung der Rebellen mit russischen Waffen droht die Beziehungen Russlands zur kolumbianische Regierung in Bogota und noch weitreichender, die Beziehungen zu den USA, zu belasten. Deshalb will Russland auf eine juristische Ergänzung zu zukünftigen Verträgen mit Venezuela bestehen. Darin soll festgeschrieben werden, dass Venezuela Waffen nicht weitergeben darf.
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Gas und Öl sind unproblematischer Unproblematischer dürften heute Verhandlungen über nicht-militärische Engagements der russischen Wirtschaft in Venezuela verlaufen. Unter anderem will der führende russische Aluminium-Produzent „Rusal“ mit einem venezuelanischen Unternehmen ein Joint Venture gründen.
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Auch Gazprom (Gasprom) hat in Venezuela Pläne. Der russische Gas-Monopolist will sich am Bau von Pipelines beteiligen. Außerdem sind Beteiligungen an Anlagen zur Gas-Umwandlung geplant.
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Und schließlich hofft der russische Öl-Konzern „Lukoil“ auf die Vertragsunterzeichnung mit dem staatlichen Unternehmen PDVSA. „Lukoil“ würde dann die Möglichkeit erhalten gemeinsam mit PDVSA im Orinoko-Gebiet Öl zu fördern.
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