Geldwäscheverdacht: Kein US-Visum für Vizeminister
Binnenwasserwege für ausländische Yachten jetzt frei
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Hugo Chavez soll russische Waffen an die kolumbianische Rebellen-Organisation FARS weitergeleitet haben (Foto: Archiv)
Hugo Chavez soll russische Waffen an die kolumbianische Rebellen-Organisation FARS weitergeleitet haben (Foto: Archiv)
Dienstag, 22.07.2008

Chavez in Moskau: Keine russischen Waffen für Rebellen

Moskau. Heute besucht der venezuelanische Präsident Hugo Chavez Moskau. Dmitri Medwedew und Wladimir Putin wollen Klartext reden: Caracas soll russische Waffen nicht an kolumbianische Rebellen weitergeben.

Venezuela ist der größte Abnehmer für russische Waffen in Lateinamerika. Die Summe der abgeschlossenen Verträge beläuft sich derzeit auf rund 2,5 Milliarden Euro. Im Gespräch sind außerdem weitere Abschlüsse für eine Gesamtsumme in Höhe von rund 1,26 Milliarden Euro.

Bei Russland-Aktuell
• Russland morgen: Chavez in Moskau, Lawrow in Peking (21.07.2008)
• Chavez in Moskau: Venezuela hat Recht auf Atom (28.06.2007)
• Venezuela will russische U-Boote und Flugabwehrsysteme (18.06.2007)
• Russland Weltmarktführer beim Waffenexport (30.10.2006)
• Venezuela will noch mehr Flugzeuge von Russland kaufen (19.10.2006)
Laut Informationen der Tageszeitung „Kommersant“ ist Venezuela am Kauf von 20 Einheiten der Luftabwehrsysteme Top-M1 und Top-M2E interessiert. Außerdem auf der Einkaufsliste: drei bis vier Unterseeboote, zwölf Transportflugzeuge vom Typ Il-76 und Il-78 sowie 24 SU-Jagdflugzeuge. Der venezuelanische Präsident zeigte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Itar-tass auch Interesse an russischen Panzern.

Doch kaum eine dieser weiteren Optionen dürfte beim aktuellen Staatsbesuch von Chavez durch einen Vertrag festgeschrieben werden. Laut Vertretern der russischen Rüstungsindustrie hat sich Caracas bisher weder bei der Wahl der Uboote noch bei der Wahl der Jagdflugzeuge festgelegt.

Keine Waffen für Rebellen


Neben der „Unentschlossenenheit“ Venezuelas dürfte ein zweiter Grund Russland zur Zurückhaltung veranlassen: Im Mai konnte der kolumbianische Geheimdienst Beweise dafür vorlegen, dass Venezuela die kolumbianischen Rebellen-Truppen der FARS mit russischen Waffen ausrüstet. Venezuela hat jetzt wieder Interesse am Kauf von Waffen für Scharfschützen bekundet.

Die Ausrüstung der Rebellen mit russischen Waffen droht die Beziehungen Russlands zur kolumbianische Regierung in Bogota und noch weitreichender, die Beziehungen zu den USA, zu belasten. Deshalb will Russland auf eine juristische Ergänzung zu zukünftigen Verträgen mit Venezuela bestehen. Darin soll festgeschrieben werden, dass Venezuela Waffen nicht weitergeben darf.

Gas und Öl sind unproblematischer


Unproblematischer dürften heute Verhandlungen über nicht-militärische Engagements der russischen Wirtschaft in Venezuela verlaufen. Unter anderem will der führende russische Aluminium-Produzent „Rusal“ mit einem venezuelanischen Unternehmen ein Joint Venture gründen.

Auch Gazprom (Gasprom) hat in Venezuela Pläne. Der russische Gas-Monopolist will sich am Bau von Pipelines beteiligen. Außerdem sind Beteiligungen an Anlagen zur Gas-Umwandlung geplant.

Und schließlich hofft der russische Öl-Konzern „Lukoil“ auf die Vertragsunterzeichnung mit dem staatlichen Unternehmen PDVSA. „Lukoil“ würde dann die Möglichkeit erhalten gemeinsam mit PDVSA im Orinoko-Gebiet Öl zu fördern.



Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Dienstag, 22.07.2008
Zurück zur Hauptseite








Containerumschlag im Hafen von St. Petersburg: Auf diese Weise importiert Russland vor allem - exportiert werden vorrangig Rohstoffe wie Öl, Gas, Metall und Holz.(Topfoto:Deeg/.rufo)


Mail an die Redaktion schreiben >>>






Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>



Der Russland-Aktuell
und RIA Nowosti
Wirtschaft-Monitor

28.05.2012Norwegisches Unternehmen Kvaerner will Vertretung in Russland eröffnen
28.05.2012Fridman verlässt Chefposten bei Ölkonzern TNK-BP
27.05.2012Hague reist nach Moskau: Syrien und Iran sowie bilaterale Beziehungen im Mittelpunkt
26.05.2012Experte: Daimler wird Anteil an Kamaz bis Jahresende kaum aufstocken
25.05.2012Gazprom will Gaspipeline South Stream nicht nach Österreich bauen (Zusammenfassung)

Als Chef vom Dienst ist für Sie
im Moment im aktuellen Einsatz
André Ballin, Moskau

Schnell gefunden
Russland Veranstaltungen und Kultur-Events in D+A+CH

Die Top-Themen
St.Petersburg
Nach dem Schwulengesetz: „Wir wollen uns mehr zeigen!“
Kopf der Woche
Deripaska setzt auf Ex-Stasi-Agent und Putin-Spezi
Kommentar
G-8 u ASEAN: russische-amerikanische Beziehungsprobleme
Moskau
Protest-Lager: Barrikadnaja statt Saubere Teiche
Thema der Woche
Ämtertausch vollendet: Medwedew ist Premierminister
Kaliningrad
AirBerlin nimmt Kaliningrad wieder in Flugplan auf

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.


Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.sotschi.ru, www.baltikum.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.kultur.ru, www.puschkin.ru, www.wladiwostok.ru, www.sotschi.ru ... und noch einige andere mehr!
Russia-Now - the English short version of Russland-Aktuell








google.com
yahoo.com