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| Rohstoffförderung im Hohen Norden Russlands (Foto: Korotowskaja/.rufo) | |
Dienstag, 15.04.2008
Gazprom bekommt Gasfeld in Jakutien zum Billigtarif
Moskau. Ohne Ausschreibung hat die russische Regierung das Gasfeld Tschajanda an den Gasmonopolisten Gazprom vergeben. Der Kaufpreis liegt bei knapp 300 Mio. Euro. Die Einnahmen werden auf das 100-fache geschätzt.
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Tschajanda ist ein riesiges Gasfeld in der ostsibirischen Region Jakutien. Die Ressourcen der Lagerstätte werden auf 1,26 Billionen Kubikmeter geschätzt, von denen bereits 380 Mrd. Kubikmeter sicher nachgewiesen sind.
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Für 300 Mio. Euro Gasfeld im Wert von 300 Mrd. Euro erworben Bei einem Gaspreis von etwa 250 Euro (so viel zahlt Dt. derzeit etwa für russisches Gas) sind dies Einnahmen in Höhe von gut 300 Mrd. Euro, wobei die Preise für Erdgas in Zukunft noch weiter steigen dürften.
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Der Kaufpreis von 300 Mio. Euro deckt hingegen noch nicht einmal die Einnahmen des russischen Staates für die geologische Vorerschließung der Lagerstätte, berichtet die Tageszeitung „Kommersant“. Das russische Bodenschatzministerium hatte sich daher lange Zeit einer Vergabe an Gazprom widersetzt.
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Am Ende war der Widerstand erfolglos. Die Entscheidung, Gazprom Tschajanda ohne Ausschreibung zu übergeben, traf Premier Viktor Subkow am Montag persönlich. Freilich gab es auch kaum Gegenangebote.
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Negativbeispiel Kowykta verschreckt Investoren Schuld daran ist der Skandal um die Lagerstätte Kowykta, die zunächst vom russisch-britischen Energiekonzern TNK-BP gekauft worden war. Nach massivem Druck von Seiten der Behörden musste das Unternehmen Kowykta allerdings zu einem Preis weit unter Wert an Gazprom (Gasprom) abtreten.
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Die russische Umweltbehörde hatte TNK-BP zuvor mit dem Entzug der Förderlizenz gedroht, da das Unternehmen die vereinbarten Fördermengen nicht eingehalten habe. Pikant an der Sache ist allerdings, dass fehlende Pipelines eine Förderung in größerem Ausmaß einfach unmöglich machte. Das russische Gasleitungsnetz wird vom Monopolisten Gazprom kontrolliert.
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Fachleute gehen angesichts des Beispiels von Kowykta davon aus, dass sich keine Interessenten für die Lagerstätte Tschajanda gefunden hätten. Die Regierung hat sich durch ihre Politik in der Vergangenheit somit selbst in die Abhängigkeit von Gazprom begeben.
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