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| An vielen Ecken, wie hier vor dem Weißrussischen Bahnhof, treffen sich Obdachlose zum öffentlichen Trinken. Aber der Alkoholismus spielt sich nicht nur auf der Straße ab (Foto: Ballin/.rufo) | |
Montag, 27.10.2008
Russland: Handel mit Alcopops soll eingeschränkt werden
Moskau. Die staatliche russische Verbraucherschutzbehörde „RosPotrebNadsor“ und das Gesundheitsministerium bereiten Maßnahmen zur Bekämpfung des Alkoholismus vor. Das berichten russische Medien.
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Die staatliche russische Verbraucherschutzbehörde „RosPotrebNadsor“ will gezielter gegen Alkoholmißbrauch vorgehen. Das berichten russische Medien. Ein Entwurf für Maßnahmen zur Bekämpfung des Alkoholismus sieht Einschränkungen für den Handel mit Alcopops vor.
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Große Warnhinweise auf der Flasche Sollte der Entwurf auch vom Gesundheitsministerium befürwortet werden, so dürften die leicht alkoholhaltigen Limonade-Getränke nur noch in einer Menge von maximal 0,33 Liter pro Flasche verkauft werden. Die verbreiteten Halbliter-Dosen müssten dann aus dem Verkehr gezogen werden.
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Der Entwurf von „RosPotrebNadsor“ sieht außerdem eine Heraufsetzung des Abgabealters für alkoholhaltige Getränke vor. In Zukunft könnte Alkohol nur noch an 21-Jährige verkauf werden – bisher liegt das Alter bei 18 Jahren.
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Zusätzlich sollen 20-Prozent der Fläche, die für die Beschriftung der Flasche zur Verfügung steht, für Hinweise auf körperliche Schäden durch übermäßigen Alkohol-Konsum freigehalten werden.
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76 Prozent mögen’s gern hochprozentig Alkoholismus ist in Russland nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. Laut Weltgesundheitsbehörde sind pro Person pro Jahr acht Liter reinen Alkohols gerade noch zulässig und ungefährlich für die körperliche Gesundheit. In Russland fällt der statistische Durchschnitt mit 18 Litern reinen Alkohols pro Person pro Jahr weit höher aus.
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Laut russischen Medien beträgt der Anteil der kranken Trinker an der Bevölkerung zwei Prozent. 76 Prozent der Bevölkerung sollen nach Eigenauskunft regelmäßig Alkohol konsumieren.
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Wie viele andere westeuropäische Länder leidet Russland unter einem weiteren Rückgang der Bevölkerung. Dadurch steht dem Staat und der Wirtschaft in absehbarer Zukunft ein Mangel an Arbeitskräften ins Haus.
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Die erhöhten Anstrengungen der Regierung bei der Gesundheitsvorsorge in der jüngsten Vergangenheit dürften im Zusammenhang mit dieser Entwicklung stehen.
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