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| Soll jetzt doch mit gültiger Arbeitsgenehmigung in Russland bleiben dürfen: TNK-BP-Vorstandschef Robert Dudley (Foto: Archiv) | |
Donnerstag, 03.07.2008
TNK-BP: Acht Top-Manager erhalten neue Arbeitserlaubnis
Moskau. Im Konflikt zwischen dem britischen Management von TNK-BP und den staatlichen Migrationsbehörden gibt es neue Hoffnung für die Briten: Konzernchef Dudley und sieben Top-Manager erhalten Arbeitsgenehmigungen.
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„Bei uns liegen acht Arbeitsgenehmigungen fertig vor, darunter auch die Genehmigung für den Chef Robert Dudley“, erklärte der Leiter des Pressediensts des Föderalen Migrationsdiensts Konstantin Poltoranin.
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Acht Manager erhalten „Express“-Genehmigung Der Pressesprecher erklärte weiter, am Mittwoch dieser Woche habe Dudley einen Antrag auf die Erstellung neuer Arbeitsgenehmigungen für 49 Mitarbeiter von TNK-BP an die Behörde übergeben.
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„Wir sind bereit, acht Managern kurzfristig Arbeitsgenehmigungen auszustellen. Die übrigen bekommen ihre Dokumente innerhalb von zehn Tagen“, so Poltoranin.
Die ersten acht Arbeitsgenehmigungen gehen laut russischen Medien an Konzernchef Dudley, Finanzvorstand James Martin Owen, die stellvertretenden Vorsitzenden Martin Fossum und Clark Gridland sowie vier weitere Manager.
Nicht bevollmächtigte Person stellt Antrag Während der Föderale Migrationsdienst mitteilte, der am Mittwoch von Dudley eingereichte Antrag auf 49 Arbeitsgenehmigungen sei der erste Antrag von TNK-BP, zitieren russische Medien einen Mitarbeiter des Öl-Konzerns mit der Aussage: „Erst beim dritten Versuch wurde der Antrag zur weiteren Bearbeitung angenommen.
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Das ist der erste konstruktive Schritt seit im April dieses Jahres der Vorstandsvorsitzende von TNK-BP Robert Dudley die Behörden informierte, dass ein Antrag auf die Erteilung von 63 Arbeitsgenehmigungen von einer nicht dafür bevollmächtigten Person eingereicht worden sei.“ Sollte die Aussage stimmen, wäre das nicht die einzige Auffälligkeit in der Auseinandersetzung.
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Zwischen den russischen und britischen Aktionären von TNK-BP tobt derzeit ein Kampf um die Macht innerhalb des Öl-Konzerns. Die Großaktionäre Viktor Wechselberg und Michail Fridman betreiben die Ablösung des amtierenden Vorstandsvorsitzenden Robert Dudley. Angeblich soll die britische Führung einseitig britische Interessen vertreten.
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Welche Rolle spielt Gazprom? Derzeit schreibt die Aktionärsvereinbarung vor, dass in der Konzernholding und den Tochterunternehmen entweder ein britisches oder ein russisches Übergewicht in den Vorständen bestehen muss. Die russischen Aktionäre hatten zuletzt eine paritätische Besetzung aller Vorstände gefordert.
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Offiziell gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Konflikt unter den Aktionären und den Problemen der Konzernführung mit den staatlichen russischen Behörden. Auffällig ist das zeitliche Zusammentreffen auf jeden Fall. Deshalb vermuten auch viele russische Kommentatoren, dass der staatliche Gas-Monopolist Gazprom (Gasprom) seine Finger mit im Spiel haben könnte. Es ist kein Geheimnis, dass Gazprom gern Aktiva des Konkurrenten übernehmen würde.
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Noch vor dem Konflikt des TNK-BP-Managements mit den Migrationsbehörden hatte die russische Steuerfahndung eine Razzia in der Moskauer Zentrale des Öl-Konzerns durchgeführt.
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Der Vorstandsvorsitzende Dudley musste in einem mehrstündigen Verhör Rede und Antwort stehen zu Steuerzahlungen in den Jahren 2003 bis 2005.
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