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| Steht derzeit unter Dauerbeschuß: Die russischen Aktionäre von TNK-BP fordern den Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Robert Duddley (Foto: flickr) | |
Donnerstag, 26.06.2008
TNK-BP: Russen wollen nicht zu Vorstandswahl antreten
Moskau. Drei russische Manager von TNK-BP wollen ihre Kandidatur für die heutigen Vorstandswahlen zurückziehen. Womöglich ein Schachzug, der den Vorsitzenden Robert Duddley unter Druck setzen soll.
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Unmittelbar vor den heutigen Vorstandswahlen der TNK-BP Holding haben drei russische Manager um die Annullierung ihrer Kandidatur gebeten. In einem Brief wenden sich Alexander Gorschkow, Roman Besrukow und Boris Kondraschow an den Vorstandsvorsitzenden des TNK-BP-Konzerns Robert Duddley.
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Duddley soll zurücktreten Juristisch ist es unmittelbar vor der Aktionärsversammlung und den Wahlen nicht mehr möglich, die Kandidaten von der Liste zu nehmen. Deshalb kann das Rücktrittsgesuch womöglich als taktischer und psychologischer Schachzug der russischen Aktionäre eingeordnet werden, die den britischen Topmanager Duddley zum Rücktritt bewegen wollen.
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Für den neuen Vorstand gibt es fünf britische und vier russische Kandidaten. Das russische Aktionärskonsortium AAR – bestehend aus den Investment-Unternehmen Alpha Group, Access und Renova – ist unzufrieden mit dieser Struktur.
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Die Russen glauben, dass das Management von TNK-BP vor allem die britischen Interessen im Konzern vertritt. Deshalb fordern sie eine paritätische Besetzung der Führungsgremien in der Holding und allen Tochtergesellschaften des britisch-russischen Konzerns.
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163 Millionen Euro Steuernachforderungen Die Krise beim Energiekonzern TNK-BP dauert bereits einige Monate an. Parallel zum Streit zwischen russischen und britischen Aktionären ermittelt die russische Steuerfahndung gegen das Management und den Konzern.
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Nach einer Überprüfung der Tätigkeit aller Tochterunternehmen von TNK-BP in den Jahren 2003 bis 2005 forderte die Steuerfahndung im Sommer 2007 in mehreren Einzelklagen eine Gesamtsumme in Höhe von 163 Millionen Euro für nicht gezahlte Steuern von dem Konzern.
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Die Management-Holding TNK-BP Management hat jetzt Klage gegen eine Teilsumme in Höhe von rund 44 Millionen Euro eingelegt. Diese Summe setzt sich aus Steuernachforderungen und Bußgeldern zusammen: So fordert die Steuerfahndung FNS von TNK-BP acht Millionen Euro Gewinnsteuer nachträglich ein für die nicht termingerechte Auszahlung von Prämien und Boni an Mitarbeiter des Unternehmens.
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Nachzahlungen für Trinkwasser Andere Forderungen beziehen sich auf angeblich falsch ausgewiesene Ausgaben für Trinkwasser, Dienstreisen oder die Dienstwagen-Flotte des Konzerns.
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Beobachter meinen, dass der Konflikt mit den Steuerbehörden auch eine Rolle für den Streit zwischen russischen und britischen Aktionären spielen könnte. Die russischen Aktionäre könnten ihn nutzen, um Druck auf die ungeliebte britische Führung des Konzerns auszuüben.
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