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| Wichtig aber nicht richtig wahrgenommen: das 10. Russische Wirtschaftsforum in London (Foto: Henze/.rufo) | |
Mittwoch, 25.04.2007
Wirtschaftsforum in London – ohne Staatsfunktionäre
Gaby Henze, London. Das 10. Russian Economic Forum ließ keine Jubiläumsstimmung aufkommen. Kurzfristig hatten alle Größen des russischen staatlichen Energiesektors abgesagt. Trauerspiel in London, Wiedersehen in St. Petersburg?
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Russische Regierungsvertreter waren auch nicht in die britische Hauptstadt gekommen. Einzig der russische millionenschwere Banker und Duma-Abgeordnete Alexander Lebedew hatte sich nach London „getraut“, wie er selbst gleich am ersten Tag scherzte. Am zweiten Tag fragte er sich ebenso scherzhaft - inzwischen wegen des Todes von Boris Jelzin mit schwarzer Krawatte - ob man ihn denn auch zurück lassen würde.
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| Alexander Lebedew - Duma Abgeordneter und Bankier (Foto: Henze/.rufo) |
„Wegbleiben das ist kein Fortschritt in den Wirtschaftsbeziehungen“, meinte Roger Munnings, Präsident und CEO von KPMG Russland. Das Geschäft von morgen ist äußerst wichtig, merkte auch Jean Lemierre, der Chef der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, an: „Die Gewinne von Öl- und Gasexporten dürfen nicht nur in den Import von Konsumgüter in Russland gesteckt werden, sondern die russische Wirtschaft muss mehr investieren und produzieren.“
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Ob diese Nachrichten an die richtigen Leute in London kam? Der russische Jungunternehmer Oleg Tinkov stellte sein neues Business vor: eine Bank, die sich nur mit der Einführung von Kreditkarten in Russland beschäftigen wird. Mit Tinkoff Credit Systems Bank scheint wohl mehr Geld zu machen zu sein, als einst mit der Tinkoff-Bierproduktion.
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Evgeny Tschischwarkin präsentierte in seinem nicht konventionellen Business-Outfit und Auftritt wie im letzten Jahr die Erfolge seines Mobiltelefon-Ladennetzes „Evroset“.
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Klaus Mangold: Russland ist strategischer Partner
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Die meisten westlichen Wirtschaftsvertreter zeigten sich zufrieden mit den Geschäftsbeziehungen zu Russland. Der Vorsitzende des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft Klaus Mangold sprach - wie immer und wie von Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgegeben - von Russland als strategischem Partner.
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Der Vorsitzende von Barclays Capital, Hans-Jörg Rudloff ging sogar soweit, dass er die Presse wegen klischeehafter Berichterstattung über Russland angriff. Viele Journalisten müssen endlich davon loskommen, Russland einfach zu kritisieren. Sie hätten nicht die geringste Ahnung, was in wirklich Russland vorgehe. Man solle doch einfach einmal fair sein in der Berichterstattung.
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Den applaudierenden russischen Delegierten und internationalen Investoren war wohl weniger bekannt, dass Rudloff hier auch als Insider sprach: er ist Mitglied des Rosneft-Vorstands.
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8. bis 10. Juni 2007 - 11. Internationales Wirtschaftsforum in St.Petersburg wird aufgewertet
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In weniger als zwei Monaten wird man sehen, wie es mit der Russland und seinen internationalen Wirtschaftsbeziehungen weitergeht. Vom 8. bis zum 10. Juni 2007 wird in St. Petersburg das 11. Internationale Wirtschaftsforum stattfinden, das aber in diesem Jahr zu einem gigantischen Ereignis auf einem neuen Messegelände in der Newa-Stadt gemacht werden soll.
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Präsident Putin wird dort zu einem Empfang einladen. Hochrangige internationale Politik- und Wirtschaftsvertreter aus 20 Ländern werden erwartet. Da wird auch die russische Business-Elite vollständig versammelt sein.
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Sergej Koluschew, Organisator des Russian Economic Forums in London unterzeichnete zum Schluss seines Forums heute eine Vereinbarung über Zusammenarbeit mit dem Präsidenten des Petersburger Forum-Fondes Anton Trojanow.
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Auf die Frage der Journalisten, ob das das Ende des Forums in London sei, meinte Trojanow: Das wünschen sich nur die Feinde der russischen Investitionsentwicklung. Und Koluschew nannte die Daten des kommenden 11. Russian Economic Forums in London: 24.-25.4.2008.
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