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Wladimir Putin (Foto: Vesti)
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Freitag, 06.02.2004

Putin: Terroristen vernichten statt zu verhandeln

Moskau. Der Terroranschlag könnte genutzt werden, um ihn unter Druck zu setzen, erklärte Wladimir Putin. Es sei nicht das erste Mal, dass solche Verbrechen mit anderen Ereignissen im Lande „synchronisiert“ werden. Es sei kein Zufall, dass in letzter Zeit aus dem Ausland Verhandlungen mit dem tschetschenischen Ex-Präsidenten gefordert wurden. „Russland verhandelt aber nicht mit Terroristen, es vernichtet sie“, sagte Putin.

Es sei ein internationales Prinzip, keinen Dialog mit Terroristen einzugehen, weil dies nur noch mehr blutige Verbrechen nach sich ziehe, sagte Putin in seinem kurzen Statement. Auch Russland schliesse jedwede Gespräche mit Terroristen aus.

Daran, dass er damit auch den tschetschenischen Ex-Präsidenten Aslan Maschadow meint, liess Putin keinen Zweifel. „Maschadow und seine Banditen haben mit dem Terrorakt zu tun. Dafür brauchen brauchen wir keine indirekten Beweise, wir wissen es sicher.“

Damit wies Putin den Versuch der Tschetschenen zurück, neue Gespräche über eine Internationalisierung des Tschetschenien-Konfliktes zu beginnen. Die Kernidee des „Maschadow-Planes“, für den der tschetschenische Politiker Achmed Sakajew vor einer Woche unter anderem auch in Berlin geworben hatte besteht darin, der OSZE oder der UNO Kontrollfunktionen in Tschetschenien zu übertragen.

Putin will offensichtlich an seinem Kurs festhalten: harte Linie gegenüber Maschadow und anderen Feldkommandeuren einerseits, politische Angebote für kooperationsbereite Tschetschenen bis hin zu einem weitreichenden Autonomiestatus für Grosny andererseits.

Dabei hat Putin für seine Politik gegenwärtig bessere Durchsetzungsmöglichkeiten: der moskauorientierte Republikspräsident Achmed Kadyrow kann sich offensichtlich in Tschetschenien durchsetzen - im Gegensatz zu seinen Vorgängern. Und der tschetschenische Untergrund hat internationale Unterstützung verloren.

(gim/.RUFO)


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