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| T-90 auf dem Roten Platz. Erstmals seit dem Zerfall der Sowjetunion gab es modernes Kriegsgerät zu bestaunen (Foto: TV) | |
Freitag, 09.05.2008
Russlands Demonstration der Stärke am Tag des Sieges
André Ballin, Moskau. Schweres Kriegsgerät auf dem Roten Platz. Russlands Führung demonstriert Stärke. Für das „Wir-sind-wieder-wer“-Gefühl werden Kollateralschäden in Kauf genommen.
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Es ist der „Tag des Sieges“ und Russland feiert sich zu Recht für seinen Sieg vor 63 Jahren gegen den Hitlerfaschismus. Zu Beginn der Parade dankt Medwedew am „volkstümlichsten und heiligsten Feiertag“ des Landes den Veteranen, die im Zweiten Weltkrieg unter großen Opfern das Land vor der Vernichtung bewahrt haben.
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Doch die Veteranen stehen nicht mehr im Mittelpunkt der Parade. Mit neuem Selbstbewusstsein demonstriert Russland knapp 20 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion seine wieder gewonnene militärische Stärke.
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Signal an den Westen Natürlich ist dies auch ein Signal an den Westen, der darauf hofft, dass mit Dmitri Medwedew nun ein „weicherer“ und liberalerer Mann im Kreml sitzt. Unterschätzt unsere Stärke und Härte nicht, heißt die Warnung, die das Militärspektakel aussenden soll.
Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen sie ihre GUS-Nachbarstaaten! Schon jetzt ist das Verhältnis Moskaus mit einem Großteil seiner Nachbarn angespannt. Ob der dort eingeübte Reflex bei jeder Machtdemonstration aus Moskau demonstrativ die Nähe zum Westen zu suchen, in Russland gewollt ist, darf bezweifelt werden.
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Korruption ist Russlands größter Feind Zudem kämpft Russland trotz aller demonstrierten Einheit der Elite nach wie vor stärker mit inneren als mit äußeren Feinden. Der Machtkampf im Kreml zwischen den einzelnen Fraktionen ist noch nicht entschieden. Zudem lähmt die Korruption das Land.
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2 Mrd. Rubel (knapp 50 Mio. Euro) sollen die Straßenreparaturen im Zentrum Moskaus nach der Parade kosten. Schmiergelder sind dabei mit eingerechnet. Auch wenn sich der Kreml von der NATO-Osterweiterung und dem amerikanischen Raketenschirm in Osteuropa angegriffen fühlt. Die größte Gefahr droht Russland eigentlich von der Korruption im Lande.
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Dagegen hilft keine noch so eindrucksvolle Demonstration röhrender T-90 Panzer oder schwerer Interkontinentalraketen mit Atomsprengköpfen auf dem Roten Platz.
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