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Gleich ist es passiert. Das 1:0 durch Pogrebnjak war der Anfang vom Ende für Bayern gegen Zenit (Foto: TV)
Gleich ist es passiert. Das 1:0 durch Pogrebnjak war der Anfang vom Ende für Bayern gegen Zenit (Foto: TV)
Freitag, 02.05.2008

UEFA-Cup: Zenit schießt Bayern München vom Himmel

St. Petersburg. Mit einem 4:0-Sieg macht Zenit St. Petersburg seinem Namen alle Ehre und schießt Bayern München von Wolke sieben. Aus dem angestrebten Triple der Bayern wird nichts. Stattdessen zieht Zenit ins Finale ein.

Es ist ein böser Absturz für die Bayern. Sie galten als haushoher Favorit im UEFA-Cup. Namen wie Luca Toni, Franck Ribery und Miroslav Klose sind der Fußballwelt seit langem ein Begriff. Mit solchen Stars schien der Gewinn des UEFA-Cups nur ein Spaziergang. Stattdessen gerieten die Bayern kurz vor dem Ziel ins Stolpern.

Abgeschossen – Bayern schwebten zu hoch


Schon im Viertelfinale hätte für den deutschen Rekordmeister Endstation sein können. Doch die „Dusel-Bayern“ retteten sich gegen Getafe in letzter Sekunde. Zenit hingegen eliminierte zeitgleich Bayer Leverkusen in souveräner Manier.

Bei Russland-Aktuell
• Zenit besiegt Bayern mit 4:0 und ist im Finale (02.05.2008)
• Zenit gegen Bayern: Der Countdown zum Finale läuft (30.04.2008)
• Auswärtsfahrt oder: Wie Zenit München eroberte (28.04.2008)
• UEFA-Cup: Bayern nur Remis gegen Zenit St. Petersburg (25.04.2008)
• UEFA-Cup: Bayer siegt, Zenit St. Petersburg weiter (11.04.2008)
Vorsicht war also angesagt. Doch selbst nach dem schwachen 1:1 in München schwebten die Bayern noch über den Dingen, wähnten sich nach dem Pokalsieg und angesichts ihrer Dominanz in der Bundesliga als unbesiegbar. Zenit – eigentlich der Name für ein russisches Raketensystem – schoss den haushohen Favoriten somit problemlos ab.

Qualitätsproblem der Bundesliga, neue Konkurrenz aus Russland


Die Bundesliga muss nun erkennen, dass sie ein Qualitätsproblem hat. Hinter den großen Ligen hinkt sie schon lange hinterher. Nun bekommt sie auch noch Konkurrenz aus dem Osten. Zenit St. Petersburg ist dank Millionensponsoring von Gazprom qualitativ nicht schlechter bestückt als Bayern München, auch wenn Spielernamen wie Pogrebnjak, Faisulin und Syrjanow außerhalb von Russland wenig bekannt sind.

Und auch die anderen Clubs rüsten auf. Millioneneinkäufe sind für Traditionsvereine aus Russland mit Gas-, Öl- und Stahlkonzernen im Rücken kein großes Problem mehr. Zuletzt kaufte Spartak Moskau für eben mal vier Millionen Euro den Herthaner Malik Fathi. Der Wettbewerb wird also härter. Die Zeiten der Geringschätzung des russischen Fußballs sollten zu Ende sein.



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