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| Jubelfeier in Aschchabad (Foto: www.turkmenistan.ru) | |
Montag, 17.03.2003
Turkmenistan verkauft sein .TM
Moskau. Saparmurad Nijasow, Machthaber im mittelasiatischen Turkmenistan, will die Staatskasse seines Landes in Zukunft nicht nur mit Gas und Öl, sondern auch mit Hilfe von HighTech füllen. Die Regierung Turkmenistans plant, ab Mai 2003 turkmenische Internet-Domains zu verkaufen. Die turkmenische Länderendung .tm stimmt mit der international gebräuchlichen Abkürzung von trademark (Warenzeichen) überein. Turkmenistan will nun den Erfolg des Pazifik-Zwergstaats Tuvalu wiederholen, der 1998 mit dem Verkauf von Internetadressen mit der Endung .tv über 50 Mio. US$ verdiente.
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Die Kosten für die Registration von turkmenischen Firmendomains werden bei 600 bis 1000 US$ liegen. Außerdem müssen Interessenten im Voraus zusätzlich 400 US$ für eine zehnjährige technische Betreuung der Domain bezahlen, berichtete die Moskauer Tageszeitung „Iswestia“. Der Erlös von dem Verkauf der Domainnamen wird in einen besonderen Fonds zur Erhaltung des Lebensstandarts und Nutzungs des Internets in Turkmenistan fließen.
„Wir bieten den Inhabern von Domainnamen hochqualitative Dienste in der TM-Zone“, sagte der Generaldirektor der britischen Gesellschaft „TM Domain Registry“, Paul Kane. Auf den virtuellen Seiten in der turkmenischen Internet-Zone dürfen keine pornographischen oder andere Inhalte zugelassen, „die den Nutzer beleidigen könnten“.
In Turkmenistan selbst ist die Nachfrage nach Internetadressen nach wie vor gering. Zugang ins weltweite Datennetz ist nur über staaliche Provider möglich, die sämtliche Aktivitäten im Internet streng überwachen. Der Besuch von Informationsseiten mit kritischen Inhalten über das Geschehen in der GUS-Republik ist für die Surfer mit einem erheblichen Risiko verbunden.
Versuche, mit Domainnamen reich zu werden unternahmen auch Kolumbien (.co – „company“), Moldawien (.md – „medicine“) und Philippinen (.ph – „telephone“). An den Erfolg von Tuvalu konnte aber bislang niemand heranreichen.
(rUFO/am).
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