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| Dmitri Kusmin sitzt jetzt in Österreich in Auslieferungshaft (Foto: compromat.ru) | |
Dienstag, 05.08.2008
Ex-Bürgermeister von Stawropol in Wien verhaftet
Wien/Stawropol. Dmitri Kusmin, ehemaliger Bürgermeister der südrussischen Großstadt Stawropol, ist auf dem Flughafen von Wien verhaftet worden. Er wurde von Russland wegen Amtsmissbrauch per Haftbefehl gesucht.
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Kusmin wird vorgeworfen, der Stadtkasse Schaden in Höhe von 16,3 Mio. Rubel (ca. 445.000 Euro) zugefügt zu haben. Dabei ging es unter anderem um einen von ihm zum Nachteil der Kommune initiierten Wohnungstausch eines Mitarbeiters sowie die Anschaffung eines gepanzerten Geländewagens.
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Der Autokauf war allerdings vom Stadtparlament genehmigt worden, nachdem es 2004 zwei Bombenanschläge auf eine Vizebürgermeister und das Rathaus gegeben hatte.
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Gescheiterte Kandidatur für die Duma Kusmin hatte im November noch als Kandidat für die Partei „Gerechtes Russland“ für ein Duma-Mandat kandidiert. Zu diesem Zeitpunkt war er auch Gebietsvorsitzender der Partei. Er wurde jedoch aufgrund einer Beschwerde der Agrarpartei von den Wahlen ausgeschlossen, da er unzulässigen Stimmenkauf betrieben haben soll.
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Als er im Dezember nicht zu Vernehmungen erschien, erging Haftbefehl gegen ihn. Nach Auskunft der Ermittlungsbehörden war der Politiker schon im November mit einem gültigen Schengen-Visum nach Straßburg geflogen und hatte sich seither in verschiedenen Ländern Westeuropas aufgehalten.
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Auslieferungsantrag braucht seine Zeit Die russische Generalstaatsanwaltschaft beginnt nun, für die österreichischen Behörden die notwendigen Unterlagen für eine Auslieferung zusammenzustellen. Dies dürfte mindestens einen Monat dauern, so ein Behördensprecher.
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Bei einer Durchsuchung des Büros von Kusmin sollen eine Hakenkreuzfahne und mehrere alte deutsche Wehrmachtsorden gefunden worden sein.
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