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| Ausstieg ins All. Die beiden Kosmonauten Wolkow und Kononeko haben eine Andockvorrichtung für ein Erdbebenfrühwarnsystem an der ISS angebracht (Foto: TV) | |
Mittwoch, 16.07.2008
Raumstation ISS soll künftig vor Erdbeben warnen
Moskau. Für die Kosmonauten der internationalen Raumstation ISS sind es harte Tage. Zwei schwere Außeneinsätze innerhalb einer Woche haben sie hinter sich. Das Ziel ist groß. Die ISS soll in Zukunft vor Erdbeben warnen.
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Sechs Stunden waren die beiden russischen Kosmonauten Sergej Wolkow und Oleg Kononenko im freien All. Erst am frühen Morgen kehrten die Männer wieder auf die Raumstation zurück.
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Erdbebenfrühwarnsystem installiert Die beiden hatten ein Riesenpensum abzuarbeiten. Eine Andockvorrichtung für ein russisches Forschungsmodul wurde an der ISS montiert. Hier soll später ein Erdbebenfrühwarnsystem installiert werden.
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NASA-Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass sich größere Erdbeben mehrere Tage vor dem Ausbruch mit elektrischen Signalen in der Atmosphäre ankündigen. Ein Frühwarnsystem aus dem Weltraum, das diese Signale auffängt und weiterleitet, könnte wertvolle Zeit für mögliche Evakuierungsaktionen geben.
Bakterien für einen künftigen Flug zum Mars Zudem holten die beiden Kosmonauten einen Behälter mit Mikroorganismen und Pflanzensamen aus dem All, der seit dem Juni 2007 an der Außenhaut der ISS der kosmischen Strahlung ausgesetzt war. Dieses bio-medizinische Experiment dient der Vorbereitung von Langzeitflugen auf den Mars, die in Russland schon geplant werden.
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Für Wolkow und Kononenko war das bereits der zweite Arbeitseinsatz im freien Raum. Am Freitag vergangener Woche hatten sie einen defekten Sprengbolzen an der Landekapsel Sojus entfernt, der bei zwei typgleichen Sojus-Raumschiffen Landeprobleme verursacht hatte.
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Probleme bei früheren Sojus-Landungen behoben Nach Einschätzung der russischen Raumfahrtagentur hatte dieser Sprengbolzen in der Vergangenheit das Abkoppeln der Landekapsel vom Gerätesektor behindert. Die Kapsel verließ daher die letzten beiden Male ihre Flugbahn und landete mehrere Hundert Kilometer von ihrem geplanten Landeort.
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Für die Kosmonauten bedeutete die so genannte „ballistische Landung“ zudem eine deutliche Mehrbelastung. Durch die Reparatur an der Sojus – der ersten im Weltraum überhaupt – sollen diese Probleme beseitigt sein. Immerhin ist die Landung der mittlerweile 17. ISS-Expedition im Herbst 2008 vorgesehen.
(gim/ab/.rufo/Moskau)
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