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| Lächeln für Michail Fradkow ? Julia Timoschenko trifft sich heute in Tiflis mit dem russischen Premier. (Foto: newsru) | |
Freitag, 03.06.2005
Fradkow und Timoschenko treffen sich in Tiflis
Moskau. Sie haben eine Beziehung mit Hindernissen - Fradkow und Timoschenko. Die Premiers Russlands und der Ukraine treffen sich heute – auf dem GUS-Gipfel in Tiflis. Dort geht es auch um die Zukunft der GUS.
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Ein erstes Treffen mit Fradkow in Moskau hatte Timoschenko noch abgesagt. Probleme bei der Aussaat hatte die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko damals als Begründung dafür angegeben, dass ihr für Mitte April geplanter Moskau-Besuch ins Wasser fiel. Doch die Medien spekulierten, dass der russische Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow sie verschreckt habe.
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Ustinow mit Drohgebärden
Ustinow hatte kurz vor der Visite öffentlich gesagt, dass Russland gegen Timoschenko weiter wegen Betruges ermittle. Eine Festnahme drohe Timoschenko jedoch nicht, hatte er versichert. Die Premierministerin kam trotzdem nicht.
Nun wird sie ihren russischen Kollegen Michail Fradkow auf dem Gipfel der GUS-Regierungschefs in Tiflis treffen. Erstmals, denn auch Fradkow hatte sich nach der „orangenen Revolution“ vor einer Reise nach Kiew gedrückt.
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Erstes Abtasten
Es wird wohl keine langen Einzelgespräche zwischen den beiden Spitzenpolitikern geben. Dazu ist der Zeitplan auf dem Gipfel zu eng. Doch zum Kennenlernen und zur Besprechung der „schon traditionellen Gasfrage“ wird es wohl reichen, vermutet die Boulevardzeitung „Komsomolskaja Prawda“.
Tatsächlich ist dies eins der kontroversen Themen zwischen beiden Ländern. Russland beschuldigt die Ukraine, die Gasleitungen, die durch das Land in Richtung Westeuropa verlaufen, illegal anzuzapfen. Die Ukraine hingegen möchte niedrigere Rohstoffpreise durchsetzen – obwohl es von Russland bereits zu deutlich unter dem Weltmarktpreis beliefert wird.
Wohin geht die GUS?
Das Treffen in Tiflis ist für die GUS auch eine Art Standortbestimmung, wohin die Reise gehen soll. 33 Fragen werden die Regierungschefs besprechen, unter anderem stehen gemeinsame Zollregelungen, der Einheitliche Wirtschaftsraum und eine Einheitliche Währung zur Diskussion.
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Interessanterweise scheint gerade der Gastgeber Georgien am wenigsten an einem Weiterleben des lockeren Staatenbundes interessiert. Da aber gewöhnlich bei Gipfeln der Hausherr in die Position eines Vermittlers gerät, könnte sich Michail Saakaschwili zu Kompromissen veranlasst sehen. Vielleicht bringt das Treffen daher mehr für die weitere Entwicklung der GUS als vorher erhofft.
(ab/.rufo)
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