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| Mischke/rufo | |
Dienstag, 16.08.2005
Russland-Affäre bei Commerzbank weitet sich aus
Moskau. Wegen des Verdachts der Geldwäsche bei der Privatisierung russischer Firmen hat die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen gegen die Commerzbank ausgeweitet. Ermittelt wird jetzt auch gegen den Vorstandschef.
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Vorstandschef Klaus-Peter Müller war bei der Commerzbank bis 1999 für das Russland-Geschäft verantwortlich. Die Commerzbank bestätigte die Ermittlungen, stellte sich jedoch hinter Müller: „Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorstand haben kein Verständnis für die Erweiterung des Verfahrens und gehen von Müllers vollständiger Entlastung aus. Aus Sicht der Juristen handelt es sich bei der Erweiterung des Ermittlungsverfahrens um einen rechtlichen Formalakt“ heißt es in einer Presseerklärung des Bankeninstitutes.
Verdacht der Geldwäsche
Wegen des Verdachts der Geldwäsche gegenüber mehreren aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern hatte die Frankfurter Staatsanwaltschaft bereits im Juli die Geschäftsräume der Commerzbank durchsucht.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Bank wegen ihrer Rolle bei der Privatisierung russischer Telekommunikationsfirmen in den 90er Jahren.
Luxemburger Scheinfirma
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Bei einer Auktion im Jahr 1996 gingen 51 Prozent der Aktien der Petersburger Firma „Telecominvest“ an die Luxemburger Scheinfirma „First National Holding S.A.“. Dabei soll der Staat um einen Betrag in der Größenordnung von 170 Millionen US-Dollar betrogen worden sein. Die Commerzbank hielt an der „First National Holding“ zeitweise eine treuhänderische Mehrheitsbeteiligung.
Keiner Schuld bewusst
Die Commerzbank weist die Vorwürfe zurück. Bei den Ermittlungen „geht es um Sachverhalte aus den neunziger Jahren. Diese betreffen die lange zurückliegende Privatisierung auf dem Sektor der Telekommunikation in Russland.
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Das Verfahren befasst sich mit den heute darüber vorliegenden Informationen“ heißt es in einer Presserklärung der Bank. Die Bank bezeichnete die Ermittlungen lediglich als "Anfangsverdacht".
jm/rufo
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