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Alexander May, Geschäfstführer von Ergo Russ, ist zufrieden mit der Entwicklung. Foto: cj/.rufo
Alexander May, Geschäfstführer von Ergo Russ, ist zufrieden mit der Entwicklung. Foto: cj/.rufo
Mittwoch, 17.09.2008

Ergo Russ: Wachstum und keine Krisensymptome

Moskau. Der Versicherer Ergo Russ zog heute Bilanz für das vergangene Halbjahr. Nach eigenen Angaben wächst Ergo doppelt so schnell, wie erwartet. Vor der Krise auf den Weltmärkten fühlt sich Ergo weitgehend sicher.

„Hohes Wachstum erfordert weitere Investitionen“ – so lautete das Fazit, das Alexander May, Geschäftsführer des Versicherers Ergo Russ, heute in Moskau für das erste Halbjahr 2008 zog. Ergo Russ, eine Tochter der deutschen Ergo Versicherungsgruppe, sei in den ersten sechs Monaten des Jahres doppelt so schnell gewachsen, wie geplant, so May. Jetzt müssten die Aktionäre in Kürze entscheiden, ob das schnelle Wachstum mit weiteren Investitionen angetrieben werden soll oder ob erst einmal ein Gang zurück geschaltet werde.

188 Prozent Wachstum in Moskau



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Beim Volumen der Versicherungsprämien ist eine klare Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festzustellen. In ganz Russland betrug das Prämienvolumen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 rund 22 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum wurden 12 Millionen erwirtschaftet – das ist eine Steigerung von 89 Prozent.

Im Moskauer Gebiet beträgt das Wachstum sogar 188 Prozent: Während in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 fast drei Millionen Euro zusammenkamen, waren es im gleichen Zeitraum des Jahres 2008 mehr als acht Millionen Euro.

Konsolidierung der Branche naht



May ist auch mit der Entwicklung der Vertriebskanäle zufrieden. In der jüngsten Vergangenheit wurden Ergo-Agenturen in Nischni Nowgorod, Rostow am Don, Saratow, Samara, Tscheljabinsk und Jekaterinburg eröffnet. Der Investitionsplan sieht weitere 20 Millionen Euro für den Ausbau des Netzes in den Jahren bis 2012 vor.

Ergo fühlt sich gut aufgestellt – auch die derzeitigen Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten jagen May angeblich keinen Schrecken ein. „Im Gegensatz zu vielen russischen Konkurrenten waren wir vorsichtig bei der Kapitalanlage“, so der Manager.

Die Krise könnte auch einige der russischen Versicherer treffen. Wenn Ergo tatsächlich so sicher auf den Beinen steht, wie das Management heute erklärte, dann könnte das die Stunde des Unternehmens werden: die Vertriebsnetze der Konkurrenten dürften dann relativ günstig zu erstehen sein.



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