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Bernd Röder, Präsident der Hamburger Bürgerschaft, und Gunnar Uldall, Wirtschafts- und Arbeitssenator der Hansestadt bei der Wirtschaftskonferenz in Moskau (Foto: Ballin/.rufo)
Bernd Röder, Präsident der Hamburger Bürgerschaft, und Gunnar Uldall, Wirtschafts- und Arbeitssenator der Hansestadt bei der Wirtschaftskonferenz in Moskau (Foto: Ballin/.rufo)
Dienstag, 02.10.2007

Hamburg will für Russland Tor zu Europa werden

Moskau. Logistik und Medizin sind die Kooperationsfelder, bei denen Hamburg und Moskau künftig enger zusammenarbeiten wollen. Russische Unternehmer erhoffen zudem Hilfe bei der Ausbildung von Fachleuten.

„Hamburg kommt vielleicht ein wenig spät nach Moskau“, gab Dr. Karl-Joachim Dreyer, Präsident der IHK Hamburg bei seinem Auftritt auf der Moskauer Wirtschaftskonferenz „Hamburger Tage“ zu. Dafür aber hätten sich die Hansestädter gründlich vorbereitet, fügte er hinzu. Hamburg gelte gemeinhin als das Tor zur Welt. „Für Russland wollen wir das Tor zu Europa werden“, meinte Dreyer.

Moskau hat bereits ein Bein auf dem deutschen Markt


Nun ist es zwar nicht so, dass Moskauer Unternehmer bislang in Europa „draußen vor der Türe“ standen, denn schon lange kooperiert die russische Hauptstadt mit deutschen Städten und Regionen. Leonid Goworow, Präsident der Handelskammer Moskau betonte die partnerschaftlichen Beziehungen zu München, Düsseldorf und Stuttgart. Dennoch ist das Interesse Moskaus am Hamburger Kooperationsangebot groß.

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Moskau hoffe in erster Linie auf innovative Technologien und deutsche Hilfe bei der Ausbildung von Fachkräften, stellte Goworow klar. Welchen Beitrag Hamburg dabei leisten kann, hob Gunnar Uldall hervor. Schon jetzt leben etwa 100.000 russischsprachige Menschen in Hamburg und Umgebung, erklärte der Hamburger Wirtschafts- und Arbeitssenator. Dies sei eine Ressource, die es zu nutzen gelte.

Die Hamburger Tage sind die erste wirtschaftliche Großveranstaltung der Hansestadt in Moskau. Mit Petersburg hingegen unterhält Hamburg bereits seit der Putin-Ära im Smolny gute Wirtschafts- und Partnerschaftsbeziehungen. Vor allen Dingen Hamburger und Petersburger Hafen kooperieren miteinander.

Verstärkung der Kooperation im Logistikbereich


Nun soll die Zusammenarbeit im Logistikbereich auch mit Moskau gestärkt werden. Er hoffe, dass die Konferenz eine Plattform zum Herstellen und Vertiefen von Kontakten werde, erklärte Dr. Dreyer Russland-Aktuell. „Zudem ist es wichtig, um Probleme und Themen vor Ort zu sehen“, sagte er. So sei er überrascht gewesen, dass ein Großteil der Containergüter in Russland per LKW und nicht per Bahn befördert werde, fügte Dreyer hinzu.

Deutsche Unternehmen sind an Aufträgen bei der Modernisierung der russischen Verkehrsinfrastruktur stark interessiert. Mit der russischen Eisenbahn AG, RZD, kooperiert nicht nur die Deutsche Bahn, die sich ja mit Umzugsplänen nach Hamburg trägt, sondern auch die Siemens AG und andere deutsche Großkonzerne.

Logistikkonferenz im kommenden Jahr geplant


Mehrere deutsche Bauunternehmen sollen Interesse daran haben, an der Ausschreibung für den Bau der Autobahn Moskau – St. Petersburg teilzunehmen. Seit Jahren sind Speditionsunternehmen wie Fiege (Rewico) oder Schenker in Russland vertreten. Die Deutsche Post baut unter der Marke DHL ihr Engagement in Russland mit großem Eifer aus.

Diese Entwicklungen wollen die Hamburger nicht verschlafen. So planen Hamburg und Moskau, bereits im nächsten Jahr gemeinsam eine große Logistikkonferenz zu veranstalten.

(ab/.rufo/Moskau)


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