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| TNK-BP bleibt unter Druck. Dem britischen Management droht der Verlust der Arbeitserlaubnis (Foto: TV) | |
Dienstag, 01.07.2008
Top-Manager von TNK-BP mit Visaproblemen in Russland
Moskau. Wegen der fehlenden Arbeitserlaubnis droht ausländischen Top-Managern bei TNK-BP die Ausweisung aus Russland. Russische Medien vermuten Gazprom hinter dem Konflikt zwischen den Behörden und dem Ölkonzern.
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Ende Juli laufen die Arbeitsgenehmigungen einer ganzen Reihe hochrangiger Spezialisten bei TNK-BP aus. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass sie verlängert werden. Damit droht ihnen die Ausweisung.
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Druck auf britisches Management Betroffen sind etwa ein Dutzend Top-Manager. Bereits im März musste British Petroleum 148 ausländische Mitarbeiter, die das Unternehmen nach Russland zum Tochterunternehmen TNK-BP delegiert hatte, wieder abziehen, weil es Probleme mit der Visastelle gab. Damals handelte es sich jedoch um untergeordnete Angestellte. Diesmal ist die Chefetage betroffen.
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Damit erhöht sich der Druck auf British Petroleum. Schon jetzt kämpft das Unternehmen schwer um die Kontrolle über die russische Tochterfirma TNK-BP. Die russischen Aktionäre um die kremlnahen Oligarchen Viktor Wechselberg und Michail Fridman wollen mit aller Macht einen Wechsel an der Führungsspitze des Unternehmens durchsetzen.
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Konflikt um Strategie und Einfluss zwischen russischen und britischen Aktionären Dass die Milliardäre allerdings genügend Macht haben, um grundlegende Entscheidungen der russischen Migrationsbehörde zu beeinflussen, ist unwahrscheinlich. Daher vermuten russische Medien Gazprom hinter diesem Manöver.
Der russische Staatskonzern schaut seit langem begierig auf die Aktiva von TNK-BP. Im Streit um die Führung des Ölkonzerns zwischen russischen und britischen Aktionären könnte Gazprom als eigentlicher Sieger hervor gehen – wobei noch unklar ist, ob die russischen Aktionäre selbständig oder auf Anweisung „von oben“ handeln.
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Gazprom als Sieger Ein mögliches Szenario sieht so aus, dass die russischen Aktionäre ihre 50 Prozent an TNK-BP vollständig an Gazprom (Gasprom) abtreten. British Petroleum verkauft (unter Druck) zudem 1 Prozent der Aktien an den russischen Gasmonopolisten.
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Auf diese Weise hätte Gazprom die Aktienmehrheit an dem Unternehmen. Die Forderung von Premier Wladimir Putin, die Führung von TNK-BP solle sich endlich entscheiden, wer der „Hausherr“ im Unternehmen ist, wäre damit auch erfüllt. Schon in der Vergangenheit hat das Zusammenspiel von Behörden und Staatsmonopolist (Gazprom oder Rosneft) seine „Effektivität“ bewiesen – siehe SakhalinEnergy oder Yukos.
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