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| Arbeiter aus den ehemaligen Sowjetrepubliken leben in Russland oft unter menschenunwürdigen Bedingungen. (Foto: Fontanka.ru) | |
Montag, 28.12.2009
Kindersklavenarbeit im Moskauer Gebiet aufgeflogen
Noginsk. Im Gebiet Moskau hat die Miliz eine Näherei ausgehoben, in der u. a. 15 Kinder aus Kirgisien arbeiteten. Die Arbeits- und Lebensbedingungen waren sklavisch. Nebenan arbeiteten Illegale aus Vietnam und Usbekistan.
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Die illegale Näherei wurde auf dem Gebiet eines Industriebetriebs in Noginsk entdeckt. 15 elf- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche wurden dort wie Sklaven gehalten, verlautet aus der Fahndungsabteilung des russischen Innenministeriums.
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Die Kinder mussten nachts arbeiten, hatten keinen einzigen freien Tag in der Woche und schliefen in einem barackenartigen Bau, der rund um die Uhr bewacht wurde. Die Verpflegung bestand meist aus Brot und Mayonnaise.
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Eltern schicken Kinder freiwillig nach Russland Den Kindern waren bei der Ankunft alle Papiere abgenommen worden. Die eigenen Eltern hatten sie aus Not nach Russland geschickt, damit sie ein wenig Geld dazuverdienen. Die Aus- und Einreise sei in den meisten Fällen völlig legal gewesen, teilen die ermittelnden Beamten mit.
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Als „Vermittler“ trat ein in der ehemaligen Sowjetrepublik Kirgisistan geborener Mann, der im Moskauer Gebiet polizeilich gemeldet ist. Er hatte den Eltern versprochen, dass die Kinder pro Woche zwei freie Tage haben und 5.000 Rubel (knapp 120 Euro) im Monat verdienen werden.
In Wirklichkeit wurden die Kinder nach ihrer Ankunft auf das Industriegelände in Noginsk verbracht und weggesperrt. Mehr noch: Wenn sie „unartig“ waren oder die Arbeit verweigerten, wurden sie geschlagen. Bei einem 11-jährigen Jungen wurden am ganzen Körper Blutergüsse und andere Spuren von Schlägen entdeckt.
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Skrupelloses Ausnutzen fremder Not Einmal fündig geworden, nahm die Miliz das Fabrikgelände in Noginsk näher unter die Lupe und entdeckte prompt zwei weitere illegale Produktionsstätten. Dort waren unter unmenschlichen Bedingungen illegale Arbeiter aus Vietnam und Usbekistan beschäftigt.
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Leider sind solche „Funde“ in Russland keine Einzelfälle. Immer wieder nutzen skrupellose „Arbeitgeber“ die Not von illegalen Einwanderern, um sich zu bereichern. Bevorzugt geschieht dies im Bausektor und in der Leichtindustrie.
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