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| Protestaktion gegen den Turkmenbaschi in Moskau (Foto: Packeiser/rUFO) | |
Donnerstag, 20.02.2003
Proteste gegen Staatsterror in Turkmenien
Moskau. Amnesty International und die russische Menschenrechtsorganisation Memorial
haben ein Ende des politischen Terrors in der zentralasiatischen Republik Turkmenien gefordert.
Wie in der Sowjetunion der Stalin-Zeit oder dem heutigen Nordkorea würden dort die elementarsten Grundrechte missachtet, erklärte der Memorial-Mittelasienexperte Witali Ponomarjow am Mittwoch in Moskau.
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Auf einer Protestveranstaltung zum Geburtstag des Staatschefs Saparmurad Nijasow, der in
Turkmenien als Staatsfeiertag gilt, forderten Menschenrechtler die Freilassung aller politischen Häftlinge und Pressefreiheit. Der Umweltaktivist Farid Tuchbatullin etwa sitze seit Ende vergangenen Jahres im Gefängnis, erklärte Ponomarjow. Sein einziges Vergehen sei gewesen, dass er an einer Umweltkonferenz in Moskau teilgenommen habe.
Die Schwester des inhaftierten Oppositionspolitikers Boris Schichmuradow, Larissa, beklagte, sie habe keinerlei Informationen über das Schicksal ihres Bruders. Schichmuradow war kürzlich wegen der Organisation eines angeblichen Mordanschlags auf den Diktator zu lebenslanger Haft
verurteilt worden. Ihr jüngerer Bruder Konstantin sei von den turkmenischen Behörden alleine deswegen eingesperrt worden, weil er ein Verwandter des Oppositionsführers sei.
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In der turkmenischen Hauptstadt Aschchabad wurde der Staatsfeiertag unterdessen mit einer
Militärparade und Pferderennen begangen. Für den Abend war ein großes Feuerwerk geplant,
berichtete das russische Staatsfernsehen. Nijasow, der sich als Turkmenbaschi („Vater aller
Turkmenen“) verehren lässt, regiert sein Land seit der Unabhängigkeit 1991 mit absoluter Macht
und hat einen operettenhaften Personenkult in Turkmenien etabliert.
(epd/kp).
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