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| Viereinhalb Millionen Touristen besuchen Moskau jährlich. Bis zum Jahr 2010 will die Stadtverwaltung mit Investitionen die Zahl bis auf fünf Millionen steigern (Foto: Jahn/.rufo). | |
Mittwoch, 24.01.2007
Touristen lieben Moskau
Moskau. Für das Jahr 2007 rechnet Moskau mit rund viereinhalb Millionen Touristen. Vor allem die Deutschen zieht es in die russische Hauptstadt. Mit hohen Investitionen will die Regierung den Zustrom weiter ankurbeln.
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Der durchschnittliche Moskau-Tourist sieht folgendermaßen aus: Männlich im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Über Moskau hat er sich im Internet informiert. Sein Wohnsitz liegt in Deutschland.
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Deutschland wird nicht zufällig genannt: Schon seit vier Jahren gehört den Deutschen die Siegespalme unter den Besuchern der russischen Hauptstadt. An zweiter Stelle liegen die USA, darauf folgen Touristen aus Frankreich, der Türkei, Großbritannien, und anderen Ländern.
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Für das Jahr 2007 rechnet der Tourismus-Ausschuss der Moskauer Stadtverwaltung mit viereinhalb Millionen ausländischen Gästen, teilte der Pressesprecher des Gremiums Dmitri Schulzew auf Anfrage von Russland-Aktuell mit. „Die Moskauer Stadtverwaltung hat den Ausschuss beauftragt, bis 2010 eine touristische Infrastruktur in der Region Moskau aufzubauen, die jährlich rund fünf Millionen Touristen anlocken kann.“
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Am Image der Hauptstadt wird gearbeitet
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| Die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz ist eines der Wahrzeichen der russischen Hauptstadt (Foto: Schütt/.rufo). |
Neben modernen Hotels und interessanten Veranstaltungen soll auch ein für Ausländer verständliches Orientierungssystem das Image der Stadt verbessern. Eine spezielle Webseite und ein Info-Call-Center (Telefon: 007 495 7424440) soll den Touristen die Orientierung erleichtern.
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In den kommenden Jahren werden für Informationstafeln im Stadtzentrum mehrsprachige Karten gedruckt, die über Sehenswertes im jeweiligen Bezirk informieren und nützliche Telefonnummern angeben. Außerdem wird derzeit ein System für die Online-Buchung von Hotels, Reisetickets und Exkursionen entwickelt.
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Statistik überholen
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Der Besucherstrom weist enorme Wachstumsraten auf: Seit Ende der 90-er kommen laut den Statistiken des Touristenverkehr-Ausschusses jährlich immer mehr Gäste nach Moskau. Waren es im Jahr 2000 noch anderthalb Millionen Touristen, so kamen im vergangenen Jahr schon knapp über vier Millionen Besucher in die russische Hauptstadt. Die historische Marke von fünf Millionen Touristen könnte so laut Schulzew bereits vor dem Jahr 2010 erreicht werden.
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Dabei wurden nur Ausländer gezählt, die mit dem Flugzeug anreisten. Wie viele Touristen zusätzlich mit dem Zug, Schiff oder einem eigenen Wagen einreisen, wird vom Touristenverkehr-Ausschuss nicht erfassst.
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Europäer kaufen gern in Moskau ein
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| Burijatien und der Baikal-See sind ebenfalls eine touristische Sonderwirtschaftszone (Foto: Deeg/.rufo). |
Schon jetzt könne man erkennen, dass Moskau international an Ansehen gewinne, sagt Schulzew. Immer mehr Touristen zeigten sich zufrieden mit ihren Einkäufen in der russischen Hauptstadt, mit dem dargebotenen Kultur- und Unterhaltungsprogramm und den Kontakten mit Moskauern, so der Pressesprecher.
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Den Angaben des Ausschusses zufolge gibt der Durchschnitts-Tourist während seiner Moskau-Reise rund 26.000 Rubel aus, was 770 Euro entspricht. Mit dem größten Teil dieser Summe werden Einkäufe bezahlt, nur 21 Prozent werden für Museen und andere Kulturveranstaltungen ausgegeben.
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Strategie für ganz Russland
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Um mehr Touristen wirbt aber nicht nur die Hauptstadt. Seit 2005 arbeitet das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel an der Einrichtung von touristischen Sonderwirtschaftszonen in Russland.
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In einem Ausschreibungsverfahren wurden im vergangenen Jahr sieben touristische Zonen bestimmt. Dort soll bis zum Jahr 2016 eine entsprechende Infrastruktur entwickelt werden. Die Zusage des Wirtschaftsministeriums erhielten die Gebiete Altai, Irkutsk, Krasnodar, Stawropol, Kaliningrad und die Teilrepubliken Altai und Burjatien.
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Die Erschließung der nicht mehr zum europäischen Teil Russlands gehörenden und wirtschaftlich rückständigen Regionen Baikal, Altai und Kaukasus würde dort rund 64.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Das betonte der russische Wirtschaftsminister German Gref während der offiziellen Vorstellung des Projekts am 18. Januar 2007.
(ak/cj/.rufo)
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