In Russlands Fernem Osten ist Vieles anders. Die meisten Autos haben das Steuer auf der rechten Seite. Hier bestimmen Gebrauchtwagen aus Japan und keine Ladas das Straßenbild. Nationaltier ist nicht mehr der russische Bär, sondern der sibirische Tiger.
Erst im 19. Jahrhundert erschlossen russische Kaufleute und Soldaten die Region, die vorher teilweise zum chinesischen Kaiserreich gehörte. Städte wie Wladiwostok und Chabarowsk wurden zu Schaufenstern europäischer Kultur direkt an der chinesischen Grenze mit weltstädtischem Flair.
Heute liefert der Ferne Osten Lachse, Kaviar und Krabben in die Küchen russischer Gourmets. Von der Wirtschaftskrise der 90er Jahre hart gebeutelt, hofft die Region heute auf einen neuen Boom dank neu erschlossener Öl- und Gasvorkommen.
Für Naturfreaks bieten sich in der Region Möglichkeiten für Reit-, Angel- und Treckingurlaub. Im Japanischen Meer kommen außerdem auch Taucher auf ihre Kosten.
Ein Aufenthalt im Fernen Osten Russlands ist eine echte Herausforderung für sparsame Reisende. Die Preise für alle Waren liegen deutlich über denen in Moskau. Hotels und Gaststätten orientieren sich an der Kaufkraft der japanischen Besucher.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)